Druckschrift 
Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
Seite
196
Einzelbild herunterladen
 

Vergleichen wir die beiden Alterspyramiden, so sehen wirebenso leicht die Übereinstimmung wie die Unterschiede. DieÜbereinstimmung zeigt sich in dem gleichen Verhältnis der Ge-schlechter in den beiden Figuren, mit Ubergewicht für dasmännliche Geschlecht in den ersten, für das weibliche in denfolgenden und am meisten in den höchsten Altern. Ferner stimmensie darin überein, daß die von Gruppe zu Gruppe stattfindendenVeränderungen ziemlich gleichmäßig vor sich gehen. In derFigur der kleinen Masse kommen zwar an einzelnen StellenSprünge vor, aber nicht oft und nicht übermäßig große. Ausdiesen Übereinstimmungen ziehen wir den wichtigen Schluß, daßdie Zahlen der kleinen Masse groß genug sind, um Zufälligkeitenzu bemänteln. Ein Blick auf die Linie jeder Hälfte, des männ-lichen und des weiblichen Geschlechtes, zeigt vielleicht nochdeutlicher, daß dem so ist. Sie folgen einander auch in den vor-kommenden Schwankungen. Die Figur des Adels drückt alsoebenso wie die des schwedischen Volkes einen Typus aus.

Stärker als die Gleichheiten treten jedoch die Unterschiedein den beiden Figuren auf. Das Diagramm über das schwedischeVolk zeigt deutlich den Einfluß der großen Emigration, indemdie Linien der mittleren Alter, von 2530 bis zu 55 60 Jahren,meistens für das männliche Geschlecht, etwas nach innen gezogensind; im übrigen ist gerade das Bild vollständig normal einePyramide auf breiter Basis. Die Figur des Adels besitzt dagegennicht mehr die Pyramidenform, allerdings auch nicht die derUrne, sondern gleicht eher einem Bienenkorbe mit eingebogenenRändern. Die mittleren Alter sind recht stark, aber doch nichtim Übermaß entwickelt, eher ist dies bei den höchsten Alternder Fall, die eine ungewöhnliche Stärke aufweisen. Der charakte-ristischste Zug in dieser Figur ist jedoch die schwache Besetzungder ersten Altersgruppen. LIierin zeigt sich auch die größte Ver-schiedenheit zwischen den beiden Bildern: in dem einen Falle einverhältnismäßigstarkerUnterbau,in dem anderen einsehr schwacher.Das letztere ist eine Abnormität. Aber diese Abnormität beruhtnicht auf den störenden Faktoren der Wanderungen. Einwanderung,die sonst eine Anschwellung der mittleren Altersstufen auf Kostender jüngeren veranlaßt, kommt hier nicht in Frage; und da auch dieAuswanderung den Adel nicht erwähnenswert berührt hat amallerwenigsten dessen niedrigsten Altersgruppen so geben aus-schließlich die beiden natürlichen Kräfte, Geburt und Tod, der Figur