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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
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Süßmilchs Zeit vorgenommenen Volkszählungen haben indessengezeigt, daß die Proportion zwischen dem männlichen und weib-lichen Geschlecht in der ganzen Bevölkerung faktisch eine andereist, indem das weibliche Geschlecht, besonders in den höherenund höchsten Altern, eine nicht geringe Überzahl aufzuweisenhat. Hieraus hat man wieder in der Gegenwart Schlüsse gezogen,die zwar nicht denjenigen des frommen Pastors gerade entgegen-gesetzt, aber kaum weniger übereilt sind als seine. Wie manfrüher das Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern überschätzte,so übertrieb man jetzt oft die Nichtübereinstimmung. Die Wahr-heit ist, daß die Natur nach Gleichgewicht strebt, daß aberstörende Kräfte und besonders der Menschen eigenes Verschuldenbewirken, daß solches selten oder niemals bei ein und demselbenVolke eintritt. Die wichtigste störende Kraft ist die verschiedeneSterblichkeit der Geschlechter; das eigene Verschulden der Menschenihre Wanderungslust. Das verschiedene, an sich variable Maß derSterblichkeit für die beiden Geschlechter hat doch, wie es scheint,die Tendenz, sich zu vermindern, so daß mit dem Überschußmännlicher Personen, welche die Natur durch Geburten gewährt,die Anzahl Männer jetzt bis zum 50. oder 60. Jahre hinauf voll-ständig der Anzahl Frauen entspricht. Pliernacli überwiegtallerdings das .weibliche Geschlecht, aber diese Altersklassenkommen minder in Betracht. Gäbe es deshalb kein anderesstörendes Element, so würden die Worte Süßmilchs jetzt ihrevolle Geltung haben. Aber hierzu kommen die Wanderungen,die zuerst bewirken, daß vielleicht in ein und demselben Lande diegrößten Verschiedenheiten herrschen können, und ferner, daß daseine Land ein Übermaß an Frauen, das andere eines an Männernhat. So besitzen die Städte, sowie die Emigrationsländer all-gemein eine große Überzahl an Frauen, während umgekehrt zu-weilen das platte Land, sowie regelmäßig die neuen Länder mitgroßer Einwanderung einen Überschuß an Männern aufweisen.Das fehlende Gleichgewicht in der Zahl der beiden Geschlechterist daher hauptsächlich eine Folge der ungleichmäßigen lokalenVerteilung. Könnte man die beiden Geschlechter in der ganzenMenschheit zählen, so würden sie wahrscheinlich ganz gleichwiegen. Für die Frage der Möglichkeit einer Verheiratung fürjeden Mann, und besonders für jede Frau liegt jedoch in diesenBetrachtungen nur ein geringer Trost. Der Heiratsmarkt -wenn das Bild mir gestattet sei ist in der Regel stets lokal;