Die im Auslande wohnhaften Mitglieder der adligen Ge-schlechter sind hier mitaufgeführt, bleiben aber im folgenden(außer in diesem Kapitel) meistens unberücksichtigt. Sie inter-essieren uns überhaupt sehr wenig, vor allem weil sie kein demo-graphisches Ganzes bilden und nicht ein und derselben sozialenGesamtheit angehören oder in derselben sozialen Umgebung leben.Nur die in Schweden wohnende Masse des Adels ist also derGegenstand eingehenderer Untersuchungen. Die Totalanzahldieser Masse war 13105 Individuen, davon 6015 männliche und7090 weibliche. In Prozent der Volksmenge am 1. Januar 1895betrug sie 0,27 °/ 0 , also eine sehr geringe Zahl. Auch im Ver-hältnis zur ganzen gebildeten Klasse, von der der Adel einenTeil ausmacht, ist seine Zahl nicht groß, etwa 4,5 °/ 0 . Man kannnämlich die sogenannten Gebildeten oder die höhere Klasse imschwedischen Volke auf ungefähr 6 % desselben schätzen, worausfür den Adel die oben angeführte Prozentzahl dieser folgt.
Gern möchte man diese Zahlen mit den entsprechenden inanderen Ländern mit Erbadel vergleichen, aber die spärlichenAngaben, die hierüber in der Literatur vorkommen, sind allzuunvollständig und unzuverlässig, als daß ein solcher Vergleichangestellt werden könnte. Nur mit Finland ist eine Zusammen-stellung laut der unten folgenden Statistik über dessen Adel mög-lich. Die Masse des fmländischen Adels betrug 1895 3957 Per-sonen oder 0,16% der ganzen Volksmenge des Landes, alsobedeutend weniger, als der Adel in dessen früherem Mutterlande,eine natürliche Folge davon, daß die finländischen Geschlechtermeistens losgerissene Zweige aus den alten schwedischen Ge-schlechtern, oder erst kürzlich hinzugekommen sind, wodurchsie, jedes für sich, ganz klein sind.
Von größerem Interesse als ein internationaler Vergleichist ein solcher zwischen der Masse des Adels im Lande selbstfrüher und jetzt.
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Die Masse des Adels in älteren Zeiten, sowie Veränderungenin derselben. Bei den allgemeinen Volkszählungen hat bis zumJahre 1855 e ' ne Einteilung nach Ständen stattgefunden, welchetrotz ihrer sonstigen Mängel doch für die Zeit nach dem Verlustvon Finland (1809) und Pommern (1814) anwendbare Angaben