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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
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bei den Menschen der höheren Klassen ganz sicher ebenso stark,wenn nicht stärker, als bei der Masse des Volkes. Eine Antworthierauf dürfte augenblicklich nicht zu geben sein. Der oben ge-nannte Jacoby sucht zwar zu beweisen, daß die Degenerationnicht nur in dieser, sondern in allen Formen eine notwendigeFolge der über die Masse erhabenen Stellung dieser Klassensei. Jede Aristokratie, sei sie eine Aristokratie der Macht oderdes Reichtums oder der Bildung oder des Genies, führt zurDegeneration, sagt er 1 ). Und diesen Satz stützt er durch einegeschichtliche Studie über Fürstenfamilien älterer und neuerer Zeiten,die unleugbar in vielem beweisend scheint, wenn der Verfasserauch zuweilen dem Klatsch und der Verleumdung der Zeitgenossengar zu viel Vertrauen schenkt. Wenn es sich aber um die übrigenArten der Aristokratie handelt, so beschränkt er sich auf denVersuch zu zeigen, daß die Stadtbevölkerung, die seiner Ansichtnach eine Auslese in aristokratischer Richtung ist, rasch ausstirbt.Hierbei gibt er jedoch die psychologische Unterlage seiner Theorie,die er auf die Fürstenfamilien richtig angewendet hat, auf, nämlichdaß die Vorzugsstellung alle hemmenden Schranken für das eigeneIch fallen lasse, wodurch zuerst eine moralische und dann diephysische Degeneration erfolge. Es ist auch nicht leicht, fürandere Stellungen als die der Fürsten und der hohen Aristokratieoder des großen Reichtums eine derartige Freiheit von hemmendenBanden nachzuweisen. Für die große Menge der der Aristokratieder Bildung angehörenden Personen sind oft sehr fühlbare der-artige Schranken vorhanden. Deshalb zieht der Verfasser indiesem Teile seiner Arbeit noch eine andere Ursache der Degene-ration der höheren Klassen heran, nämlich die Überanstrengungdes Nervenlebens und des Gehirnes in diesen Klassen. Jacobyist übrigens nicht der einzige, der in einer höheren sozialenStellung mit daraus folgender höherer Bildung und Verfeinerungeine Ursache physiologischer Veränderungen, besonders mit bezugauf die Reproduktion sieht. Schon Sadler hat angenommen,daß eine feinere Lebensweise eine geringere Anzahl Kinder in

i) De l'immensite humaine surgissent des individus, des familleset des races qui tendent ä s'elever au dessus du niveau commun; ilsgravissent peniblement les hauteurs abruptes, parviennent au sommetdu pouvoir, de la richesse, de 1' intelligence, du talent et une foisarrives, sont precipites en bas, et disparaissent dans les abimes de lafolie et de la degenerescence. Angef. Arb., pag. 606.