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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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149
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Geschlechter der späteren Zeit verhalten sich zu den ersteren wiedie kleinen Tierformen der Gegenwart zu den Riesengeschöpfender Vorwelt.

Aber auch in einer anderen Beziehung sind die über dieGröße der Geschlechter gewonnenen Aufschlüsse von großemWert. Es ist nämlich klar, daß die Größe der Geschlechter fürihren Bestand und ihre Zukunftsaussichten von der allergrößtenBedeutung sind. Je größer die Geschlechter sind, um so größereAussichten haben sie, zu leben und größer zu werden, und um-gekehrt, je kleiner sie sind, um so. geringer müssen auch dieHoffnungen auf ein langes Leben sein. Die Erfahrungen, dieobige Tabellen mitteilen, bilden deshalb gewissermaßen einenAbschluß der im vorigen Kapitel gegebenen Geschichte der Ge-schlechter. Diese Geschichte hat uns gelehrt, daß die Geschlechternach einem Ansatz zu starkem Wachstum ununterbrochen derEinwirkung zerstörender Kräfte ausgesetzt sind. Hier sehen wirin der durchgehenden Kleinheit der Geschlechter das Resultatder Wirkungen dieser Kräfte. Sie sind, trotz eines verhältnis-mäßig hohen Alters, das sehr wohl eine große Ausbreitung- hättegestatten können, klein, weil die treibenden Kräfte des Lebensdurch andere, entgegengesetzte, gehemmt worden sind.

Endlich breitet auch das hier über die geringe Größe derGeschlechter Ermittelte ein Licht über die Erscheinung des Aus-sterbens. Die Kleinheit der Geschlechter muß nämlich ein fürihren Bestand höchst ungünstiger Umstand sein. Das großeSterben unter ihnen in den drei ersten Gliedern, sowie umgekehrtdie oben (S. 88) dargelegten mit dem Alter wachsenden Lebens-aussichten sind sicher in erster Reihe der Anzahl Mitglieder zu-zuschreiben, die die Geschlechter in dem einen oder anderenFalle zählten. Je kleiner die Geschlechter sind, um so mehr sindsie dem Spiel des Zufalles ausgesetzt, das ihnen ebenso gut zumSchaden wie zum Frommen gereichen kann; und umgekehrt, jegrößer sie sind, um so weniger Macht hat der Zufall über sie. Sämt-liche 308 Geschlechter, die nur ein bis fünf männliche Mit-gliedern besitzen, müssen aus diesem Grunde ein unsicheresDasein führen. Denn alle die Kräfte und Umstände, die dieGeschlechter ums Leben bringen, können diesen kleinen Ge-schlechtern einen plötzlichen Untergang bereiten, ohne daß diegenannten Kräfte anders denn als reine Zufälligkeiten zu wirkenbrauchen.

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