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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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109
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iog

Anzahl der Kinder in den fruchtbaren Ehen nach den

Gliedern.

Glied

I

11

III

Zweigliedsgeschlechter

4,4

Ü5

Dreiglieds- ,,

5$

3.8

i,9

Vierglieds- ,,

5,5

4,6

3-4

Fünfglieds-

5.8

5,5

3.8

Sechsglieds-

4.2

' 4,7

4.4

Die Fruchtbarkeit ist nach diesen Zahlen im ersten Gliedesehr hoch gewesen und ergibt zwischen 4,2 und 5,8 Kinder aufdie Ehe. Die wenigen Siebeng-liedsgeschlechter prangen sogar,wie aus den unten mitgeteilten Zahlen hervorgeht 1 ), mit nochhöheren Ziffern. Allein demnach fällt sie in den Zweiglieds-geschlechtern sehr beträchtlich, in den anderen langsamer, und zwarum so mehr, je länger die Gliederkette ist, um dann im letztenGliede bei einer sehr niedrigen Zahl stehen zu bleiben.

Obschon die abwärtsgehende Bewegung in der AnzahlKinder nach den Gliedern hier nicht so bedeutend ist, wie die ersteunvollkommene Darstellung' derselben angibt, so ist sie doch ge-nügend groß, um das Urteil zu rechtfertigen, daß wir hier wiedereine mächtig wirkende Ursache des Aussterbens der Geschlechterangetroffen haben. Die beiden wichtigsten Kräfte, die den Ge-schlechtern ihren Fortbestand bereiten sollten, versagen. Alleinhier trifft das Merkwürdige ein, daß das Abwärtsgehen mit denGliedern sehr deutlich und stark wächst. Dies konnten wir be-treffs des Heiratens nicht so klar konstatieren. Hier abertritt die Verminderung scharf hervor. Die gradweise undstark sinkende Fruchtbarkeit ist der auffälligste Zug iminneren Leben dieser Geschlechter. Er liefert gleichzeitig einenBeweis dafür, daß sich auch da, wo wir, wie bei den Zweiglieds-geschlechtern, den Gliedern nicht weiter zurück folgen können,der Untergang allmählich vorbereitet. Es zeigt ferner, daß hierinnere, physiologische Kräfte ihr Spiel getrieben haben denndie moderne Sitte, die Anzahl der Kinder auf eins oder zwei zubeschränken, ist unter diesen Geschlechtern nicht bekannt gewesen.

1) Die Fruchtbarkeit in den Siebengliedsgeschlechtern war im ersten Gliede 6,0und dann Glied auf Glied: 5,5 4,7 5,1 3,5 3,7 1,5 Kinder auf die Ehe.