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nung notwendig einer großen Sterblichkeit unterworfen waren.Und was die hohe Absterbezahl für die unglückliche Zeit von 1791 bis1815 anbelangt, so betrifft diese ausschließlich die Geschlechter desniederen Adels, nicht die beiden höheren Stände, die im Gegen-teil gerade für diese Zeit eine ungewöhnlich niedrige Absterbezahl(131) aufzuweisen haben. Der Zusammenhang zwischen den ge-nannten historischen Ereignissen und den hohen Absterbezahlen istdemnach alles andere als sicher. Und für die übrigen Periodensucht man vergebens auch nur die Spur eines solchen Zusammen-hanges zu konstatieren. Man sieht sich deshalb zu der Annahmegezwungen, daß die Schwankungen in den Todeszahlen von einerPeriode zur anderen in überwiegendem Grade auf der ver-schiedenen Alterszusammensetzung der Masse der Adelsgeschlechterin den verschiedenen Zeiten, und im übrigen auf reinen Zufälligkeiten,hervorgerufen teils durch die Kleinheit der absoluten Zahlen, wiebetreffs des niederen Adels für die Zeit von 1616 —1640, betreffsdes hohen Adels für dieselbe Zeit wie für die unmittelbar darauffolgenden, teils auch auf der willkürlichen Einteilung in fünfund-zwanzigjährige Perioden beruht haben. Denn diese Gruppierungen,die wir gleichwohl vornehmen mußten, sind manchmal wie einProkrustesbett, auf welchem die Erscheinungen mitten durch-gehauen oder verstümmelt werden. In diesem Falle können wiruns jedoch damit trösten, daß sicher keine andere Zeiteinteilungein anderes oder besseres Resultat ergeben hätte.
In dem ersten Stücke dieses Kapitels studierten wir dieSterblichkeit nach den Anfangszeiten der Geschlechter undbis zur Gegenwart, in diesem haben wir sie nach den Ausgangs-zeiten derselben untersucht. Aus dem ersteren ersahen wir, daßdie Sterblichkeit, nach ihrem Resultate gemessen, in gleichemVerhältnisse zu der Entfernung der Anfangszeiten von der Gegen-wart, oder mit anderen Worten, nach dem Alter groß oder geringgewesen ist. Ob neue Geschlechter massenweise oder nur spar-sam hinzugekommen sind, wirkte hierauf nicht ein. Plier er-fahren wir, daß die Geschlechter zu verschiedenen Zeiten sehr ver-schieden, aber nicht infolge der Zeiten abgegangen sind. Mankommt somit zu dem Schluß, daß die äußeren Zeitverhält-nisse in diesen 200 bis 300 Jahren, wie wechselreich sie auchbesonders für den Adel waren, nicht bemerkenswert auf das Aus-sterben der Adelsgeschlechter eingewirkt haben, sondern daß