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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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der adligen Eingliedsgeschlechter. Dies ist ein um so merk-würdigeres Verhältnis, als gerade diese Geschlechter eine sozialeAuswahl repräsentieren. Die ersten Glieder, die Stammväter, diesich zu dieser Würde emporgeschwungen haben, bildeten in derRegel eine natürliche Aristokratie, die Besten ihrer Zeit. Siescheinen nicht in demselben Grade die Vitalität des Geschlechts-gedankens besessen zu haben.

Nach diesem ersten großen Verlust folgen die höherenGlieder mit stark fallenden Zahlen, die zeigen, wie wenig Ge-schlechter eine höhere Gliederzahl erreicht haben. Sicher wirdjeder, der sich nicht früher mit diesen Dingen beschäftigt hat,überrascht sein, wenn er findet, daß von diesen 1547 Adels-geschlechtern, bei denen keine andere Auswahl stattfindet, alsdie durch die Zeit selbst getroffene, nicht mehr als 24g überdas dritte Glied und nur 38 über das fünfte gelangt sind undschließlich nur zwei sage zwei - das neunte Glied er-reicht haben. Man stellt sich bei dem Gedanken an adlige Ge-schlechter und die Ansprüche, die deren Mitglieder infolge derGeburt früher gestellt haben, so gern vor, daß diese Ansprücheauf vielen Ahnen und einer langen Familiengeschichte fußten.Dies ist jedoch, wie die obigen Zahlen zeigen, eine Illusion. Aller-dings gelten diese Zahlen nur für die ausgestorbenen Geschlechter,aber diese waren, ganz wie die jetzt vorhandenen, alle einmal lebend.Und obschon die letzteren noch am Leben sind und eine Zukunfthaben, so haben sie sich doch, wie wir später sehen werden,ebensowenig wie die ersteren auf eine lange Geschichte undviele Ahnen zu berufen. Schwedische adlige Geschlechter mituralten Ahnen gibt es weder unter den ausgestorbenen, nochunter den lebenden 1 ).

1) Als Vergleich sei hier eine Gliederzählung über die oben genannten 249 aus-gestorbenen bürgerlichen Geschlechter in Stockholm, über welche der SchwedischeGeschlechtskalender, Bd. XI, Angaben enthält, mitgeteilt. Eine nach demselbenGrundsatze wie in Bezug auf die adligen Geschlechter ausgeführte Zählung vomNamennehm er an bis zu seinem letzten Sprößling gibt folgendes Resultat:

Anzahl der in entsprechendemGliede gestorbenen GeschlechterUebertrag 225

Glieder

Anzahl der in entsprechendemGliede gestorbenen Geschlechter. . . . 10

Gliedei

5081533i

17

Summa 225

Summa 249