schwedischen Großmachtsphäre hat auch eine Verteilung derAdelsgeschlechter vor allem mit Finland herbeigeführt. Inwie hohem Grade diese letztere stattgefunden hat, erhellt nochdeutlicher, wenn man beachtet, daß genau ebensoviel Geschlechter,nämlich 74, sich geteilt haben und mit einigen Zweigen in Schweden,mit anderen in Finland leben.
Alle diese in Schweden erloschenen, aber im Auslandefortlebenden Geschlechter müssen, ebenso wie die nur durch Er-hebung in einen höheren Stand geendigten, bei einer genauerenBerechnung der Sterblichkeit unter den schwedischen Adels-geschlechtern abgezogen werden. Das Fazit dieses doppeltenAbzuges, wodurch wir die wirklich toten Geschlechter erhalten,gibt folgendes Resultat:
Vollständig und wirklich ausgestorbene Geschlechter
im Jahre 1895.
Grätliche 80
Freiherrliche 218Adlige 1720
Summa 2018.
Gleichwohl finden wir im folgenden auch diese Zahlen nichtwieder. Denn nicht wenige dieser Geschlechter sind im stillenerloschen, so daß niemand weiß, wann und wo dies geschehenist. Möglich ist freilich, daß einzelne unter ihnen in die niederenSchichten des Volkes zurückgekehrt sind und hier, den Blickender Genealogen verborgen, wirklich fortleben; doch kommt dassicherlich nur sehr selten vor. Wie dem auch sein mag, somüssen sie hier unberücksichtigt bleiben. Und dasselbe muß ge-schehen, wo die exakte Jahreszahl für das Erlöschen nicht be-kannt ist oder Lücken anderer Art vorhanden sind. Die Mangel-haftigkeit der Angaben bewirkt somit, daß die Anzahl Geschlechter,die einer näheren Behandlung unterzogen werden können, sich,wie wir im folgenden eingehender sehen werden, bedeutendreduziert.
Fahlbeck, Der schwedische Adel.
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