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Der Adel Schwedens (und Finlands) : eine demographische Studie
Entstehung
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hängendes Ganzes bildet. Wie alle Bilder, ist auch dieses nichtganz zutreffend. Die den Heiraten von Geschlecht zu Geschlecht ent-sprechenden Lianen sind nicht, wie die Töchter den Stammbäumendes Geschlechtes, den Bäumen entsprossen. Aber es dürfte dochdazu dienen, das oben angeführte Verhältnis zu beleuchten, daßviele Hunderte jetzt lebende Geschlechter von Gustaf Vasa her-stammen, obschon nicht allein das Geschlecht der Vasas, sondernauch die nächsten männlichen Geschlechter, auf die es eingeimpftworden ist, Hand und Frankelin, schon längst ausgestorben sind.Nur dank dem sozialen Umsätze, dem Entstehen neuer Männerund neuer Geschlechter aus den niederen Schichten des Volkes,sowie der Einheirat der Frauen in dieselben, haben die weiblichenLinien der höheren Klassen unsterblich werden können. Gäbees keinen derartigen Umsatz, und verheirateten sich die Ge-schlechter der Aristokratie ausschließlich unter sich, so würde mitden männlichen Geschlechtern auch die ganze weibliche Linieaussterben; denn diese existiert nicht außerhalb, sondern in denmännlichen Geschlechtern und erlischt deshalb mit ihnen. Diesist ebenso sicher wie das, daß der Mensch, der einmal tot ist,nicht weiter lebt. Das Erlöschen der Geschlechter ist daher keinscheinbares, sondern ein vollkommen wirkliches.

Nachdem wir somit gefunden haben, daß die prinzipiellenBemerkungen verschiedener Art, die betreffs des Aussterbensder historischen Geschlechter gemacht worden sind, für die Frageihres faktischen Verhältnisses zu Leben und Tod ohne Bedeutungsind, will ich die allgemeinen Schlüsse betreffs des Aussterbensder Geschlechter, zu denen wir gekommen sind, kurz zusammen-fassen.

Das Geschlecht ist nicht, wie die Individuen, mit Notwendig-keit der Vergänglichkeit unterworfen. Daß viele Geschlechtersterben, bedeutet somit nicht, daß alle Geschlechter sterben müssen.Wäre dies der Fall, müßten die Völker aussterben, denn dasVolk im ganzen ist stets eine Summe von Geschlechtern, gleich-gültig, ob man den Anfang dieser weit zurück oder in die un-mittelbar vorher vergangenen Generationen oder sogar in die jetztlebenden setzt. Aber einen Untergang von Völkern aus diesemAnlasse kennen wir nicht. Man könnte somit eher als allgemeinenSatz sagen, daß die Geschlechter nicht aussterben, als daß sieaussterben. Die obige mathematische Berechnung beweist nichtsbetreffs des faktischen Verlaufes in dieser Sache. Was wir ge-