hätte dieser Stand viel weniger unangenehme und noch leuchtendereErinnerungen hinterlassen, als es jetzt der Fall ist. In jedem Falleist die starke Rekrutierung des Adels sowie der Einfluß der natür-lichen Auswahl dabei noch einer der Faktoren, welche die glänzendepolitische Rolle, die dieser Stand, besonders zur Zeit der Groß-machtstellung, in der Geschichte Schwedens gespielt hat, erklären.
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Anmerkung.
Quellen und Arbeitsweise. Das Material zu einer Statistiküber den Adel Schwedens liefern die im Ritterhause geführtenGenealogien. In diese Genealogien sind alle wichtigeren persön-lichen Daten des Stammvaters und seiner Descendenten, wieGeburt, Heirat, Tod u. s. w. eingetragen. Das, Ritterhaus hatfür diese Geschlechter als statistisches Bureau fungiert, das alles,was zu seiner Kenntnis gekommen ist, ununterbrochen registrierthat. Hierin bestehen jedoch, besonders für die ältere Zeit, grosseLücken. Die Aufzeichnungen sind früher System- und kritiklosgemacht worden, und erst durch die Herausgabe der Geschlechter-tafeln des schwedischen Adels in den fünfziger Jahren des19. Jahrhunderts ist hierin eine Aenderung eingetreten 1 ). Seitdieser Zeit versucht man es, die Lücken auszufüllen und Un-richtigkeiten in den früheren Genealogien auszumerzen, und fürdie Zeitgenossen hat man sich an die allgemeine Bevölkerungs-statistik des Reiches gewendet. Seit 1866 werden die Aufzeich-nungen über Geburten, Todesfälle und Eheschließungen nach densogen. Ministerialbüchern der Priesterschaft, d. h. den allgemeinenCivilstandsregistern angefertigt. Schließlich sind für die Zeit nach1857 neue Geschlechtertafeln erschienen, die die Genealogien desRitterhauses bis zum heutigen Tage fortführen und in manchenFällen vervollständigen 2 ). Die letzteren Geschlechtertafeln liegender Statistik über den jetzt lebenden Adel, die älteren der Dar-stellung der erloschenen Glieder und Geschlechter zu Grunde.
Wie oben gesagt, befinden sich in den älteren Genealogienviele Lücken und Unrichtigkeiten. Obschon diese für den Llisto-riker höchst fühlbar sind, wirken sie doch gar nicht oder nur
1) Svenska Adelns Ättartaflor, herausgegeben von Gabriel Anrep,I—IV, Stockholm 1858—1864.
2) Svenska Adelns Ättartaflor ifrän är 1857, herausgegeben von F. U.Wrangel und Otto Bergström, I. u. II, Stockholm 1894—1900.