denn wenn auch eine Zeit lang- im 17. Jahrhundert eine große An-zahl Männer fremder Herkunft in das Ritterhaus eintraten, so ge-hörten doch die meisten derselben dem schwedischen Staate anund waren dessen geborene Untertanen. Im übrigen haben dieFremden, die während unserer Großmachtstellung aus verschiedenenAnlässen der Ritterschaft und dem Adel einverleibt worden sind,dem Stande oft nur auf eine kurze Zeit und als Gäste angehört.Die Genealogien bieten viele Beispiele hierfür dar. Darum kannman ruhig sagen, daß der schwedische Adel aus dem schwedischenVolke hervorgegangen ist und somit das Gepräge der schwedischenNationalität trägt. Ganz sicher liegt neben anderem hierin eineErklärung seiner Geschichte und der Rolle, die derselbe in demLeben unseres Volkes gespielt hat, besonders wenn wir ihn mitdem Adel unseres Nachbarlandes Dänemark vergleichen, der sichin neuerer Zeit meistens vom Auslande her rekrutiert hat.
Da wir auf diesen Gegenstand später nicht zurückkommen,teilen wir in der Anmerkung die exakten Ziffern betreffs derHerkunft der adeligen Geschlechter mit 1 ). Werden, wie es füglichgeschehen kann, die Geschlechter schwedischer und schwedisch-finnischer Nationalität als, wenn auch nicht immer denselben ethno-graphischen Ursprung, so doch dieselbe Muttersprache habend,und andererseits alle übrigen zusammengerechnet, so zeigt es sich,
1) Ursprung sämtlicher erloschenen und lebenden Geschlechter:
Nationalität des Stammvaters
Anzahl Geschlechter mit
°/'0
Schwedische
1726
67,9
Schwedisch-finnische
203
7,9
von den Ostseeprovinzen .
195
7.6
Deutsche
290
n,4
Norwegische
5
0,2
Dänische
21
0,8
Russische
5
0,2
Polnische
3
0,1
von Oesterreich-Ungarn
8
0.3
Niederländische ....
19
0,8
Englisch-Schottische .
48
1,9
Französische
18
0,7
Schweizer
3
0,1
Italienische
1
0,05
Türkische
1
0,05
Summa 2546
100,00
Für 41 Geschlechter fehlt eine bestimmte Angabe der Nationalität desStammvaters.