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Thomas von Kempis, vier Bücher von der Nachfolge Christi : mit e. Zugabe von Morgen-, Abend-, Meß- ... gebeten u. ... aus den übrigen Schriften des Thomas von Kempis
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126
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Ohne Unterschied will ich aus deiner Hand Gutesund Böses, Süßes und Bitteres, Freudiges und Trau-riges aunehmen, und Dir für Alles, was mir be-gegnet, danken.

Bewahre mich vor aller Sünde, und ich werde denTod nicht fürchten, noch die Hölle.

Wenn du mich nur nicht auf ewig verwirfst, undaustilgest aus dem Buche des Lebens! so wird mirnicht schaden, was immer für Trübsal über michkommen mag.

XVIII. Kapitel.

Daß man zeitliches Elend nach dem Beispiele Christi mitGleichmuth ertragen soll.

1. Mein Sohn, ich bin vom Himmel herabgestiegenum deines Heiles willen; ich habe dein Elend auf michgenommen, nicht weil Nothwendigkeit, sondern weilLiebe mich bewog, damit du Geduld lernen, und zeit-liches Elend ohne Widerwillen ertragen möchtest.

Denn von der Stunde meiner Geburt bis zum Ver-scheiden am Kreuze, war ich nie ohne Leiden.

An zeitlichen Gütern hatte ich großen Mangel,viele Klage über mich habe ich oft gehört, Beschim-pfungen und Schmach ertrug ich sanftmüthig; fürmeine Wohlthaten cmpfieng ich Undank, für die Wun-der Gotteslästerungen, für meine Lehre Tadel.

2. Herr, weil Du geduldig wärest in deinemLeben, und dadurch vorzüglich das Gebot deines Va-ters erfülltest, so ist es billig, daß ich armseliger Sündernach deinem Willen geduldig mich verhalte, und so-