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Thomas von Kempis, vier Bücher von der Nachfolge Christi : mit e. Zugabe von Morgen-, Abend-, Meß- ... gebeten u. ... aus den übrigen Schriften des Thomas von Kempis
Entstehung
Seite
125
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Denn du wirst nicht immer zürnen, und nichtewig drohen (Pst 102, 9),

XVII. Kapitel.

Daß man alle Sorgen Gott anheimstellen soll.

1, Mein Sohn, last mich mit dir thun, was ichwill, denn ich weiß, was dir heilsam ist.

Du denkst wie ein Mensch, die urtheilst in Vielem,wie menschliche Neigung dir rathet,

Herr, wahr ist, was Du sagst, deine Sorgfaltum mich ist größer, als alle Sorge, die ich für michhaben kann.

Denn auf allzu schwachem Grunde steht, wer nichtall seine Sorge auf Dich wirft,

Herr, wenn nur mein Wille gerade und test aufDich gerichtet bleibt, dann thue mit inir, was immerDir beliebt.

Denn nur gut kann sein, was Du immer mit mir thust,

2, Willst Du, daß ich in Finsterniß sei, so sei ge-priesen, nnd willst Du, daß ich im Lichte sei, so sei aber-mal gepriesen. Würdigest Du mich des Trostes, so seigepriesen, und willst Du, daß ich bedrängt werde, so seiebenso immerfort gepriesen,

3, Mein Sohn, so muß es mit dir stehen, wenndu mit mir wandeln willst.

Ebenso bereit mußt du sein zum Leiden, wie zurFreude,

Du mußt ebenso gerne dürftig und arm sein, alssatt und reich.

4, Herr, gern will ich für Dich leiden, was Duwillst, daß über mich komme.