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und Trank, und du wirst jede Neigung des Fleischesdesto leichter im Zaume halten.
Niemals sei ganz müßig, sondern lies, oder schreibe,oder bete, oder betrachte, oder arbeite etwas zum all-gemeinen Nutzen.
Doch leibliche Nebungen muß man mit Vorsichtunternehmen, und nicht alle dürfen sie ans gleiche Weisevornehmen.
5. Uebungen, welche nicht für Alle sind, muß mannicht äußerlich zur Schau tragen; denn solche, die nurfür Einzelne sind, werden mit mehr Sicherheit im Ver-borgenen geübt.
Hüte dich jedoch, daß du nicht träge bist zn den ge-meinschaftlichen Uebungen und geneigter zu den beson-deren; sondern wenn du deine Pflichten und Verbind-lichkeiten vollkoinmen und treu erfüllt hast, so gieb dich,wenn dir noch Zeit bleibt, dir selbsthin, wie deine An-dacht es verlanget.
Es können nichtAllc Eine Uebung haben; sonderndie eine ist für diesen, die andere für jenen zuträglicher.
Auch nach der Verschiedenheit der Zeit lieben wirverschiedene Uebungendenn an den einen finden wirmehr Geschmack an den Festtagen, an den anvern angewöhnlichen Tagen.
Andere bedürfen wir zur Zeit der Versuchung, undwieder andere zur Zeit des Friedens und der Ruhe.
Andere Gedanken lieben wir, wenn nur traurigsind, und andere, wenn wir fröhlich, sind im Herrn.
6. An den Hauptfcsten sollen wir die guten Uebun-gen erneuern, und die Heiligen eifriger um ihre Fürbit-ten anrufen.