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Worin nun aber hat diese so auffallende Verminde-rung der freiwilligen Beitrage ihren Grund? — Inder Verminderung des Wohlthätigkcits-Sinnes ganz ge-wiß nicht; das beweisen die großen Summen die in diesemletzten Winter gespendet worden sind; das bewies vor allenDingen das Zusammentreten des Wohlthätigkeits-Vcrcines,der, gleichviel ob es ihm in der That gelungen ist, durchseine Sonderung von der Armen-Anstalt wirksamer aufzu-treten, und das bezweckte Gute so besser zu erreichen, dochin einer unglaublich kurzen Zeit über sehr bedeutendeSummen zu verfügen im Stande war. Eben so wenigkann sie in einer Verminderung des allgemeinen Wohl-standes ihren Grund haben, da sonst, bei allem Sinn fürWohlthun, es doch unmöglich gewesen wäre, daß dieser sichso thatig hätte äußern können. Und will man auch einenThcil des Unterschiedes daraus herleiten, daß damals diencuaufblühende Anstalt mit erster Jugendliebe allgemeinerfaßt und gepflegt wurde, während sie jetzt von einergroßen Zahl, die ihr stilles Wirken nicht sieht, kaum demNamen nach gekannt ist, so kann eine solche Anführungbei einer Sache von so durchgehcnds anerkannter Wichtig-keit, doch nur als sehr unzureichend erscheinen. Der Grundmuß also tiefer liegen, und es wird vielleicht möglich scynihn zu enthüllen, wenn man nach dem was oben gesagtist, „daß Alles was gegeben werde auf die ersprießlichsteWeise und ganz verwendet, so wie Alles beigetragenwerden müsse, was der Zweck crfordre," auf das Verfahrender Administratoren der Anstalt in den ersten Jahren desEntstehens derselben blickt, und es mit dem zusammenhältwelches seit der Wiederaufrichtung im Jahr lSlll beobach-tet worden ist.
Die Gründer der neuen Armen-Anstalt hatten, wieschon erwähnt, vom Staate an pccuniaircn Mitteln nichtsverlangt, als was schon früher für das Armen-Wesen be-stimmt war. Sie erhielten also die zu solchem Zwecke be-legten Capitalien, und eS wurden ihnen die Zuflüsse aus