VII
Regierung schon manche frühe, wesentliche Vorzügevor vielen andern Städten, in Hinsicht der Armen-pflege zu verdanken; und die immer größere Ver-besserung und zweckmäßigere Benutzung derselbensteht desto- gegründeter zu erwarten, da sie der Auf-sicht edeldenkender, aufgeklarter, und völlig uneigen-nütziger Manner anvertraut ist, die dies Geschäftgleichfalls freiwillig und ohne allen Anspruch aufäußere Belohnung übernommen haben, und es mitdem reinsten Bestreben nach größerer Vollkommen-heit betreiben. Selbst durch eine Unterredung mitdem ersten dieser würdigen Männer, dem unter unsallgemein verehrten Herrn Geheimen Justizrath Biel,der schon seit mehreren Jahren einen großen Theilseiner Muße und Thätigkeit diesen gemeinnützigenZwecken mit edler Vorliebe widmet, ward fener Ent-schluß bei mir zur Reife gebracht.
Sie sehen also, daß unsre Absichten völlig zu-sammentreffen; aber auch, daß Ihnen das größteund erste Verdienst ihres zu hoffenden heilsamenErfolges gebührt. Als daher einer meiner älternFreunde auf den Gedanken gerieth, einen besondernAbdruck desjenigen Thcils dieser Parallele, der dasHamburgische Armenwesen betrifft, zu veranstalten,hielt ich es für Pflicht, Sie vorläufig um ihre Ge-nehmigung zu ersuchen; und Sie, würdigster Freund,