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zehn Reichskreisen schon einen gab, der niederrheinisch-westfälisohgenannt wurde. Der niederrheinisch-westfälische Kreis ist einervon den anfänglichen sechs Kreisen, die mann 1500 gebildet hatte,indem man die beiden Habsburgischen Theile des Reichs', Oester-reich und Burgund, sowie die sämmtlichen kurfürstlichen Gebietedavon ausschloss, weil deren Inhaber zu dem .Reichsregirnente. zudem die Kreise je einen Vertreter zu wählen hatten, schon ohnehingehören sollten. Dieser Kreis grenzte westlich an die spanischen,später an die spanischen und die republikanischen Niederlande undöstlich an die Weser, wurde jedoch von den KurfürstenthümernKöln und Trier unterbrochen und umfasste nach Westen noch daszwischen den spanischen Niederlanden eingeschlossene Stiftslanddes Bisthums Liittich und ostwärts das des Bisthums Verden. Derniederrheinische kurfürstliche Kreis, dessen Namen nur, um dieKurländer Böhmen, Sachsen und Brandenburg auszuschliessen,diente, ist einer der vier Kreise, in welche man 1512 die bei derersten Kreiseintheilung nicht berücksichtigten Gebiete Iheilte, umdie Kreise, indem man das ganze Reich in sie einschloss, nachdemdas Reichsregiment eingegangen war, für Wahl der Kammer-gerichtsmitglieder und Vollstreckung der Kammergerichtsurtheilezu benutzen. Der Kreis umfasste die von Lauterburg bis Uerdingenreichenden vier rheinischen Kurländer und trennte, wie er mittelstTriers und Kölns es mit dem niedcrrheinisch-westfälischen Kreisethat, durch Pfalz und Mainz den oberrheinischen bis in die Gegendvon Luxemburg von dem niederrheinisch-westfälischen und weitervom burgundischen. Zum Verständniss der Karte ist zu beach-ten, dass rheinische Kurfürsten auch Gebiete besassen, dienicht zu dem rheinisch-kurfürstlichen Kreise gehörten. So lagendie pfälzischen Gebiete von Simmern, Veldenz und Sponheim,obgleich sie im Besitz der kurfürstlichen Linie waren, im ober-rheinischen, das Herzogthum Westfalen, obgleich es unter demKurfürsten von Köln stand im niederrheinisch-westfälischen Kreise,was zur Folge hatte, dass die Kurfürsten von Pfalz und von Kölnauch in den beiden genannten Kreisen, der eine in diesem, derandere in jenem, zu den Kreisständen gehörten. Dieses Verhältnissmacht die Karte dadurch bemerklich dass sie die fraglichenGebiete mit der Farbe der betreffenden Kurfürstenthümer nichtbedeckt, sondern umzieht.
2. Pläne von Düsseldorf und Umgegend.
10. Plan von Düsseldorf, wie es nach 1288, wo esStadt geworden, war.
11. Plan von Düsseldorf zwischen 1288—1350.
12. Plan von Stadt und Festung Düsseldorf ausdem letzten Jahrzehnt des siebzehnten Jahrhunderts vonDamberger.
13. Plan von Düsseldorf, wie es von Hannoveranernvom 28. Juni bis zum 7. Juli 1758 heftig beschossen undzur Uebergabe genöthigt worden ist. Das Kriegs-ereigniss, das hier gemeint ist, war eine Folge des 1758am 23. Juni von Herzog Ferdinand von Braunschweigüber die Franzosen erfochtenen Sieges. S.FestschriftS.433ff.