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ben ist, bat ein bedeutendes Geschäft des Landkarten-stechens betrieben, dessen Erzeugnisse der Verbreitunggeographischen Wissens förderlich waren und jetzt eineschätzbare Quelle für Kenntniss früherer Verhältnisse bilden.Das Geschäft wurde von seinen Nachkommen fortgetetzt.Eine in Frankreich für dieselbe Sache mit Erfolg thätigeFamilie war die des in Abbeville 1600 geborenen, in Paris1767 gestorbenen Sanson, der Ludwig XIV. in der Geo-graphie unterrichtet hatte und an dessen Hofe wegenseiner allgemeinen Gelehrsamkeit hoch angesehen war.Seine Betriebsamkeit im Fache der Landkarten setztenseine Söhne fort, deren Mitarbeiter sein SchwiegersohnJaillot bis zn seinem Tode (1712) war. An der Kartevon Jülich und Berg muss aber nach Jaillots Tode nochgearbeitet worden sein, da sie schon gemäss dem zuUtrecht 1713 geschlossenen Frieden den südlichen Tlieilvon Limburg und die brabantische, durch das LütticherStiftsland von Brabant abgeschnittene Grafschaft Hoornals österreichisch und Obergeldern als preusssich bezeichnet.
4. Das Herzogthum Cleve mit den benachbartenProvinzen von Matthäus Stutter in Augsburg, Hofgeo-graphen Sr. katholischen Majestät (d. h. des Königs vonSpanien).
Die benachbarten Provinzen, von denen die meistennur theilweise erscheinen, sind das Herzogthum Geldernund das schon im elften Jahrhundert, nach Aussterbenseines Grafen, von einer Erbtochter den Grafen, nach-herigen Herzogen von Geldern (s. I. A, 154), zugebrachteZütphen, die unter dem Kurfürsten von Köln stehenden Ge-biete Vest Reeklinghausen und Herzogthum Westfalen, dasGebiet der freien Reichsstadt Dortmund, die Stiftslandeder Abteien von Essen und Werden, die Grafschaft Mark,das Herzogthum Berg, der linksrheinische Theil desKurfürstenthums Köln mit der dasselbe unterbrechendenGrafschaft Mörs, das Herzogthum Jülich und das Stifts -land von Lüttich. Am nordwestlichen Ende des Herzog-thums Cleve bemerkt man einen räumlich davon ge-sonderten, aber dazu gehörigen Gebietstheil, der seit demWiener Congress niederländisch ist, wie auch auf derlinken Rheinseite Gennep mit Umgegend nicht zu Preussen,sondern zum Königreich der Niederlande gehört. Da dersüdliche Theil von Geldern noch nicht als preussisch be-zeichnet ist, muss die Karte vor dem Utrechter Congressentstanden sein.