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als Herren desselben auftretenden Fürsten führten (s. I.A, 4), wurde Jülich 1610 von Niederländern für Bran-denburg besetzt, 1621 von Spaniern für Neuburg bela-gert, was 1622, als in den Niederlanden der Waffenstill-stand abgelaufen war, zur Einnahme führte.
5. Blokade und, Einnahme von Ehrenbreitstein 1636.
Durch den Reichsverrath des Trierischen KurfürstenChristoph von Sötern (s. I. A, 191) kam dessen FestungEhrenbreitstein 1632 in schwedische Hände und erhieltbald darauf französische Besatzung. Bairische Truppen,zuletzt von Werth (s. I. A, 326 a) geführt, zwangen denFeind nach mühsamer Blokade zur Ergebung.
(}, Gedenkblatt auf ein Muttergottesfest des Jahres1641, unten eine nach Köln ziehende Procession, obendie Mater dolorosa darstellend, von Gerhard Altzenbach.
7. Lauretanische Maria.
EinBlatt zumAndenken an die Fürsorge, welche dei'Ver-ehrung derselben unter der Regierung des Kurfürsten JohannWilhelm dessen erste Gemahlin in Folge der ihr 1632nach einer Krankheit gewordenen Genesung in der Lorretto-Kapelle zu Bilk gewidmet und welche dessen zweite Ge-mahlin fortgestetzt hat. S. I. A., 23.
8. Eine Eidesleistung der königlich spanischen undder republikanisch - niederländischen Gesandten auf denzwischen ihnen zu Münster am 15. Mai 1648 geschlossenenFrieden.
In dem Jahre, in welchem der dreissigjährige Kriegzu Münster und Osnabrück am 24. October sein Endeerreichte, gelangten schon am 15. Mai die Verhandlungenzum Abschluss, welche den zwischen Spanien und denabtrünnigen niederländischen Provinzen seit 1568 miteiner einzigen zwölfjährigen Unterbrechuug (1709—1621)geführten Krieg beenden sollten.
9. Plan der Belagerung von Kaiserswerth, das derim spanischen Erbfolgekriege auf Seiten Frankreichsstehende Kurfürst Joseph Clemens von Köln (S. I. A, 128und 241) nebst Neuss, Zons, Rheinberg, Linn und Bonnden Franzosen eingeräumt hatte Die Niederländer, diein diesem Kriege Verbündete des Kaisers waren, liessen1701 Kaiserswerth durch ein von dem Fürsten von Nassau-Zweibrücken geführtes Heer ungeachtet der Unterstützung,welche die Besatzung durch französisches Geschützfeuervon der andern Rheinseite erhielt, so lange bestürmen,bis es sich am 10. Juni ergab.