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305. Clemens Wenzel Nepomuk Lothar , Fürst vonMette r nich, geboren 1773 zu Koblenz, studierte 1788—1790in Strassburg, war 1801—1809 österreichischer Gesandteran verschiedenen Höfen, zuletzt dem Napoleons, 1801 —1848 Leiter der auswärtigen Angelegenheiten Oesterreichs,wurde 1848 durch die Revolution aus Wien vertrieben, lebte1848 -1851 zuerst in London, dann in Brüssel, zuletztwieder in Wien, aber ohne Amt, ist gestorben daselbst 1859.Hochbegabter Staatsmann, von der Nachwelt für Manches,was nicht im Bereiche seines Einflusses lag, verantwort-lich gemacht, oft auch ausser Stande einen gewiesenen Wegzu verlassen, unterliegt er dem Geschick, dass von derParteien Gunst und Hass verwirrt sein Charakterbild inder Geschichte schwankt. Von den Familien desselbenNamens gehört die seinige dem seit 1697 reichsgräflichenGeschlechte an, das im Kurfürstenthum Trier die Herr-
[' schaft Winneburg und Beilstein besass. Er wurde 1802
in den Reichsfürstenstand erhoben, und erhielt 1803 fürseine auf der linken Rheinseite verlorenen Besitzungendie oberschwäbische Abtei Ochsenhausen, die er späteran die Krone Würtemberg verkaufte. Die Seiten-linien, durch die das Geschlecht sieh weit verzweigt hat,sind alle ausgestorben, so dass des Fürsten Sohn Richard seitdes Vaters Tode das Haupt der ganzen Familie ist.
306. Karl Robert Nesselrode aus der EhrenhofenerLinie des seit 1710 gräflichen niederrheinischen GeschlechtesNesselrode, geboren 1780 zu Lissabon, wo sein Vaterrussischer Gesandter war, Vertreter Russlands in aus-wärtigen Angelegenheiten 1813 —1856, gestorben 1862.
307. Graf Karl Leopold von Belderbusch, kurköl-nischer Gesandter in Paris, in der letzten Zeit NapoleonsBürgermeister von Bonn.
308. Reichs]reiherr Joseph Maina von Weichs.
Die Familie von Weichs, deren Stammschloss Weichs
bei Dachau liegt, hat sich nach dem Tode Degenhartsvon Weichs 1125 in zwei Linien getheilt. Von ihnen ist dieältere immer in Baiern verblieben. Ihr gehört JosephMaria an, der 1756 als Sohn des kurfürslich-bairischenKämmerers und Geheimen Rathes Joseph Georg geborenworden ist. Der Sohn hat bis zu seinem Tode, bis 1819,in hohen bairischen Staatsämtern gestanden. Ein s. 1.et. a. gedrucktes Buch, das Herr Bürgermeister von Weichszu Sechtem besitzt, enthält unter sechs Biographieen auch