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Linie, die 1559 durch d-m Tod OHo Heinrichs, des letz-ten Gliedes der alten Kurlinie, in Besitz der Kur ge-kommen war. Durch ihn vollzog sich für Ku; pfalz dervierte Religionswechsel. Ludwig V. war noch katho-lisch gewesen. Sein Nachfolger war, da Ludwigs V.ältester Bruder dem geistlichen Stande angehörte, derzweite. Ruprecht, schon vor dem Vater gestorben warund seine Söhne Otto Heinrich uud Philipp, für welcheder Besifz von Neuburg und Sulzbach erstritten wurde,noch unmündig waren, der dritte Bruder Friedrich II.Dieser ging zur lutherischen Lehre über, in der nunauch die Neffen erzogen wurden, wie denn auch dasLand zu der neuen Lehre hinübergeführt wurde. Nunwar, da Friedrich III. von der Simmern'schen Linie daslutherische Bekenntniss gegen das kalvinische vertauschthatte, dieses auch im Lande herrschend geworden. Dochgab sein Sohn Ludwig VI. dem lutherischen seine Stellungwieder. Da aber sein Sohn Fiiedrich IV., als Ludwigstarb, noch unmündig war und daher dessen BruderJobann Kasimir die vormundschaftliche Regierung zuführen hatte, fand durch diesen, der kalvinisch gebliebenwar, für den Fürsten und das Land Rückkehr zur kalvi-nischen Lehre statt. Für diese wirkte Johann Kasimirauch ausserhalb der Pfalz durch kriegerische Unterstützungihrer Partei in Frankreich, den Niederlanden und demdurch des Kurfürsten Gebhard Religionswechsel in Ver-wirrung gerathenen Kurfürstenthum Köln. Da dieses Be-mühen den Beifall der Königin Elisabeth von Englandhatte, wurde er auch, wie es auf dem Bilde heisst,„Ridder der Jartier Order", knight of the garter, Cheva-lier de l'ordre de la jarretiere, Ritter des Hosenband-ordens.
95 und 95 a. Friedlich IV., Kurfürst von der Pfalz,auf dem Bilde 95a als dux unionis principum protestantiumbezeichnet. Er wurde, da die kalvinische Partei mitgrösserem Eifer als die lutherische einem die katholischeReligion in ihrem Besitzstande schützenden Frieden imReiche widerstrebte, zum Haupte der 1608 gegründeten,mehr und mehr auf Anwendung von Waffengewalt drin-genden Union gewählt, und obgleich er selbst zur Re-gierungsthätigkeit nicht geneigt war, wurde an seinemHofe das Feuer der Zwietracht geschürt, das seit 1618zu dem grossen Kriege wurde. Die Vorstandschaft, die