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Verzeichniss der in dem Historischen Museum der Stadt Düsseldorf befindlichen bildlichen Darstellungen
Entstehung
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Commissarius in denselben ernannt und ist als solcherbald in Sigmaringen gestorben.

85 b. Freiherr Leo von Massenbach , aus der zurschwäbischen Reichsritterschaft gehörigen Familie diesesNamens, aus der Linie, welche um 1520 in das Ordens-land Preussen kam, ist geboren 1797 zu Insterburg, nahman den Befreiungskriegen als freiwilliger Jäger Theil,wurde nach deren Ende Regierungs-Assessor in Arnsberg,bekleidete nach einander die Aemter eines Regierungs-rathes, 18301835 in Trier, 18351838 in Koblenz,und 1838 1842 eines Ober-Regierungsraths in Düssel-dorf, 18421850 des Vice-Präsidenten der Regierung zuKoblenz und wurde 1850, nachdem der Freiherr vonSpiegel von Düsseldorf abberufen und sein Amt eine kurzeZeit erst durch Herrn von Spankern, darauf durch Herrnvon Möller verwaltet worden war, noch 1850 Regierungs-Präsident in Düsseldorf. Dieses Amt hat er bis 1866inne gehabt, wo er aus dem Staatsdienste geschiedenund der damalige Präsident der Regieruug zu Aachen,Herr von Kühlwetter, sein Nachfolger geworden ist. DieStadt hat ihn durch Verleihung des Ehrenbürgerrechtesdankbar geehrt, und er ist noch fortwährend Vorsitzen-der des Kunstvereins für Rheinland und Westphalen ge-blieben. Er starb 1880.

85 c. August Philipp Dedekind, Director bei derRegierung zu Düsseldorf, in der ersten Zeit der preussi-schen Verwaltung. Nach dem Leben gemalt, gestochenund herausgegeben von Pflugfelder 1821.

85 de f. Anton Joseph B Interim, geboren zu Düssel-dorf 1779, in den Franziskanerorden getreten 1796, nach-dem derselbe 1803 aufgehoben war, 1805 Pfarrer zu Bilkbei Düsseldorf, wo er als solcher 1855 gestorben ist. Er warein gelehrter Theologe, hat werthvolle Schriften verfasstund der von ihm so lange verwalteten Pfarre eine reicheBibliothek hinterlassen. An kirchlichen Fragen, mochtensie sich auf innere Verhältnisse der Kirche oder derenStellung nach Aussen beziehen, hat er immer lebhaftenund thätigen Antheil genommen, so dass man ihn alseinen Mann der Glaubenstreue und des Glaubensmuthesehrte. Er hatte einen Bruder, der 1805 sein Kaplan inBilk wurde, und zwei Schwestern, die sich dem Kloster-stande widmeten. Seine Genealogie steht bei Ferber,Wanderungen II, S. 43, 44.