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1572 einen weitern alten Goldenbergischen Pfandbesitz ebenfalls den Golden-bergischen Nachfolgern entfremdet werden. Im gleichen Jahre 1363, da dieEdeln von Goldenberg den Sitz auf der Mörspurg als Lehen empfiengen, warihnen vom Hause Habsburg auch die Yogtei im Dorfe Ellikon verpfändetworden. Auch dieses Pfand, wie so viele Andere, konnte von den ursprüng-lichen Eigenthümern nie wieder eingelöst werden. Dagegen scheint nach demAussterben der Goldenberger der Stand Zürich geltend gemacht zu haben, dasser das Hecht habe, die Pfandschaft der Yogtei Ellikon einzulösen. 82 ) OhneZweifel berief sich der Rath darauf, dass die Herzoge von Oesterreich alsGrafen von Kyburg die erwähnte Yogtei verpfändet hätten, dass also die StadtZürich, als nunmehrige rechtmässige Eigenthümerin der Grafschaft, zur Ein-lösung des Pfandes berechtigt sei.
Die Einlösungsurkunde selbst haben wir im Staatsarchive nicht ausfindigmachen können, wohl aber ein anderes, kurz nachher von Hans Ulrich Stockervon Schwandegg in seinem und seines Schwagers Blaarer Namen ausgestelltesInstrument, das mit der Einlösung der Yogtei Ellikon durch die Stadt Zürichim Zusammenhange steht. Aus dieser vom 11. März 1572 datirten und mitdem wohlerhaltenen Siegel Stockers versehenen Urkunde 83 ) geht hervor, dassdie Stadt Zürich damals den Goldenbergischen Erben die Pfandsumme für dieGerichtsherrlichkeit Ellikon bis an einen Rest bereits entrichtet, dass sich aberdie Uebergabe des Pfandes aus nicht näher bezeichneten Gründen noch immerverzögert hatte. Um nun die Stadt Zürich für die Zinsen auf dem zu frühausgelegten Kapitale sicher zu stellen, übergeben Stocker und Blaarer, Namensihrer Ehefrauen, der Stadt Zürich jene uns bereits bekannte jährliche Einnahmevon 7 & und 10 jj. Geldes von den Tavernen in Winterthur.
Aus dem gleichen 1572 ten Jahre datirt ein Erbtheilungsinstrument zwischenMarx Blaarer und Hans Ulrich Stocker, das uns in die Vermögensverhältnisseder letzten Goldenbergischen Generation, ja zum Theil in das Familienlebender letzten Goldenbergischen Geschwister, einen tiefen Blick gestattet, und daswir desshalb in extenso mittheilen S4 ):
„Zu wüssen vnnd Khundt sige allermencklichem, Nachdem durch OrdnungGottes, die Edlen vesten Egolf vnnd Jost von Goldenberg, gebrüderen zuMerspurg gesessen, des versehynnen 1569 Jars mit tod abgangen, das darvffMentags den 2 ten Brachmonets des 1572 Jars, Zwüschent den Edlen vesten,Marxen Blarers von Wartensee, anstatt sines eegemachels, F. Margredta vonGoldenberg, mit bistand der Edlen vesten Hanns Vlrichen Grebels, JeorgenBlarers von Wartensee sines Bruders, Gerolden, Ilannssen vnnd Marxen derEscheren gebrüderen, an einem, So denne dem edlen vesten Hanns VlrichenStocker, Innamen siner Ilusfrouwen F. Elsbetha von Goldenberg, beide frouwengedachter von Goldenberg selligen, eeliche schwösteren vnnd rechte erben, mitBistand des Hochgelerten Edlen frommen vesten Hern Hanns Cunradten Meyer,der weltlichen rechten Doctor, vnnd der Zitt seckelmeister zu Schaffhussen,Hanns Ludwigen Meissen, vnnd Hanns Heinrichen Holtzhalben beid BurgereZürich andersteils, ein fründtliche rechnung alles Ires Innemens vnnd vssgebens,sydt Irer beiden schwögeren, von Goldenberg selligen abgang, mit einer vss-richtung Irer beider eefrouwen, sampt disser verkomnuss vnnd abredung allerSachen halb, wie hernach volgt, beschechen vnnd beschlossen worden, Nämlich:Des Ersten hatt Hanns Virich Stocker, alles synes Innemmens vnnd vss-gebens, beide schwösteren von Goldenberg antreffende, rechnung geben, vnndwas sin Innemen:
700 Gulden von vnnsseren gnedigen Herren von Zürich, by erlegtempfandschilling der grichten zu Ellicken, von Herren Seckelmeister Thoman,