I>u' ausgeßorßenett Tußcitluttcu bcr^IvitbclTfctiter ^nuplfinie.
I. Abschnitt.
Die Berkaer Linie.
(Hierzu Stammtafel II. 3.)
1. Kerstan der Aeltere von Witzleben.I» 1399—1446.
Il\>erstan von Witzleben, zum Unterschiede von seinem gleichnamigenBruder, dem Rathe des Erzbischofs Günther von Magdeburg, der Aelteregenannt, trat, wie wir bereits Seite 23 erwähnt haben, zugleich mit seinenBrüdern und Vettern 1399 in die Dienste der Markgrafen von Meissen,und wurde am 2G. August 1404, ebenfalls mit jenen zusammen, mit denSchlössern Wendelstein und Allerstedt beliehen. Er erwarb sich bald dasVertrauen des Landgrafen und nachherigen Kurfürsten Friedrich des Streit-baren in hohem Grade, gehörte zu dessen vertrautesten Rathen und kommtals solcher bis zum Jahre 1430 in vielen Urkunden als Zeuge vor.
Von 1401—1408 war Kerstan Hauptmann zu Meissen, wo (nachFabric. Chron. Misn. p. 138) sein Wappen am Schwibbogen der Kirchezu St. Afra zu sehen war. Im Jahre 1409 wohnte er mit seinem Vetter,dem Ritter Dietrich von Witzleben, auf dem Schlosse zu Allerstedt undim folgenden Jahre erhielt er vom Landgrafen Friedlich dem Friedfertigendie frühere Kaiserliche Pfalz Wallhausen (an der Helme, 2 '/ 2 Stunde östlichII. 8