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Leute waren: Günther Grumme, Härtel Lampach (ist erschlagen), GroriusBreitenhain und ein Hacke'scher Untersasse Namens Mathes Fischer. DieAnderen, sagten sie aus, haben still gesessen und zum Stein wachenmüssen.
Der Herzog beruhigte sich hei dieser Aussage „der armen Leute"nicht, sondern liess die Sache durch den Amtmann am Eckardtsberge,Georg von Bendorf, näher untersuchen.
Durchschnitlich wurde jeder Hof zu 10 Fl. Strafe vcrurtheilt linddanach kam nach der Anzahl der Höfe auf:
Wolmirstedt 300 Fl.
Kahlwinkel 130 „
Allerstedt 140 „
Kossieben 550 „
Bottendorf 410 „
Saubach 240 „
Mechtilrode (jetzt Ziegelrode) . . 240 „
Strafe, welche in zwei Terminen bezahlt werden sollte.
Uoher die gegen Willerstedt verhängte Strafe war in den Actenebenso wenig zu finden, als darüber, ob in Folge des Briefes Witzlebensvom 20. Juni die erwähnten Strafen gemildert oder erlassen wurden.
Die letzte für uns interessante Nachricht, welche wir über den Bauern-krieg im Dresdener Archive aufgefunden haben, ist in einem Briefe Her-zogs Georg vom 9. August 1525 an den Kitter und Doctor Dietrichvon Witz leben enthalten.
„Hochgelahrter, lieber Kath und Getreuer! — schreibt der Herzog —Ihr wisst, wie die Bauernschaften an vielen Orten sich muthwillig empörthaben. Deshalb haben wir Euch und unsere Ritterschaft aufgefordert, unsmit ihrer Rüstung zuzuziehen, um den muthwilligen Bauern in unseremLande Widerstand zu leisten. Ihr seid aber aussen geblieben und habtEuch mit Euren Leuten entschuldigt, weshalb wir sie haben in Strafenehmen wollen, während Ihr dieselben aber jetzt als unschuldig verantwortet.
„Weil Ihr aber auf unser Erfordern unseren Kitterdienst nicht geleistethabt, so mögt Ihr die Ursache Eures Ausbleibens angeben oder Euchdieserhalb mit uns vertragen."
Wie dies geschehen, ist nicht zu erfahren, jedenfalls blieb Dietrichnach wie vor bei dem Herzoge in grossen Gnaden, obgleich der Wider-spruch, in welchen sich der kluge Doctor Dietrich gefangen hatte, am