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Zur Genealogie der Grafen von Dannenberg
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eine Revision von deren Stammbaum verschoben werden. ^Dagegen bedarf es hinsichtlich der Verwandtschaft desselbenGrafen mit den Schwerinern wohl keines Weitern als einerHinweisung auf die beiden unter seinen Söhnen auftauchen-den Namen Gunzel und Nicolaus, um ihre Mutter für einegeborene Gräfin von Schwerin, und zwar, wie den Um-ständen nach nicht anders sein kannU, für eine TochterHeinrichs I. und Schwester Gunzels III. zu halten. Wasden andern Bruder Adolf anlangt, so giebt nicht nur derName feines Sohnes Friedrich einen Anhalt, sondern es istselbst der Vorname seiner Mutter überliefert. Daß es einesder höchst verdächtigen Eldenaer Diplome ist 2), welches sieNaalitilclis nennt, dürfte hier am wenigsten von Bedeu-tung sein; sollte das angebliche Original sonst auch ganzselbstständig entworfen sein, so würde man diesen Namen,der für den Zweck der Unterschiebung doch ganz unwesentlichwar, gewiß nicht auf gut Glück und, ohne auf einer be-stimmten Ueberlieferung zu fußen, eingefügt haben. Jedochwüßte ich bisher nicht, was für ihre Herkunft aus obigenbeiden Momenten zu schließen wäre. Vor allem ist es ver-mieden worden, aus dem Umstand Folgerungen zu ziehen,daß sie laut jener Urkunde 1259 bereits verstorben war,denn gerade das Datum unterliegt wegen der GrabowerUrkunde vom selben Jahre (Mekl. Urk.-Buch II, 834; vgl.oben S. 46) den ernstesten Bedenken. Gesetzt, es wärerichtig, so müßte der älteste ihrer drei Söhne, Volrad III.,beim Ableben seines Vaters (1266 auf 67) mindestens u>Jahre alt gewesen sein. Endlich fragt sich noch, welcherFamilie die Gemahlin Adolfs II. angehörte; es würde anden Namen ihres Sohnes Johann anzuknüpfen sein, wasjedoch bei dem häufigen Vorkommen desselben nur als einsehr vager Nachweis gelten kann.

Schließlich finden wohl hier am besten ein paar Persön-lichkeiten Platz, deren Nicht-Zugehörigkeit zu dieser Familiesich am besten aus der Unmöglichkeit ergiebt, sie auf irgendwelche Art in die diplomatisch beglaubigten Generationeneinzuordnen, lieber das Ministerialen geschlecht von Dannen-berg bedarf es keiner weitern Bemerkung; die einfachste Be-obachtung lehrt, wie dessen Glieder von den edelfreienGrafen zu unterscheiden sind. Dagegen zieht sich eineKette von Persönlichkeiten quer durch Deutschland an die

1) S. die Stammtafel Mekl. Jahrb. XXIV, S. 138, und dazu S. 80 f.

2) Mekl. Urk.-Buch II, 845; vgl. oben S. 4V, 56.