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Zur Genealogie der Grafen von Dannenberg
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Weitere Aufklärungen über jene auffallende Partei-stellung Heinrichs II, werden besonders nach der Seite in-teressant sein, als über seine Gemahlin, die Mutter Bern-hards, Adolfs und Heinrichs IV,, kaum schon Vermuthungeumöglich sind rücksichtlich ihrer Herkunft. Daß die Rach-kommenschaft beider eben die angegebene ist, dasür mögenhier die Gründe noch einmal kurz zusammengefaßt werden.Zunächst wäre es schon einigermaßen unmethodisch, die zwei>221 angeführten, der Mündigkeit gewiß nicht mehr allzufern stehenden Söhne Heinrichs II,, den einen für immer, denandern wenigstens für die nächste Zeit völlig verschwindenzu lassen. Sodann kann der ihn überlebende Heinrich III.nicht identisch sein mit dem nachherigen Domherrn, da demsowohl die Verschiedenheit ihrer Siegel als ihre Stellung inder Familie entgegensteht. Da Heinrich III, in zwei Fällenden Vorrang vor seinem Better Bernhard einnimmt, obwohldieser um ein Bedeutendes älter gewesen zu sein scheint,so ist dafür wohl keine andre Deutung zulässig als die,daß er die ältere Linie repräsentirte. Als der gewich-tigste Einwand gegen die sonst unbedenkliche Anordnung,wie sie auf jene Momente hin getroffen ist, stellte sich derUmstand heraus, daß ganz augenscheinlich die Namen jenerbeiden Brüder auf eine Verwandtschaft mit dem WvlperHause mütterlicher Seits hindeuten. Um ihn zu entkräften,wäre nachzuweisen, daß dieselben sich nicht minder gut ausden Familienverbindungen rechtfertigen, in die Heinrich II.durch seine Vermählung trat.

Da ist nun eines Versuchs zu gedenken, welcher, um dieseLücke in unserer Stammtafel auszufüllen, schon anderweitiggemacht worden ist. Gewiß nur durch den Namen Adolfveranlaßt, hat Krüger in einer Abhandlung über die Grafenvon Lüchow 0 in dessen Mutter eine geborene Gräfin vonSchaumburg-Holstein vermuthet. Es bleibt nur nochdie Schwierigkeit zu lösen, woher der notorisch ältere SohnBernhard zu seinem Namen gekommen ist. Da er aus derAseendenz väterlicher Seits nicht zu erklären ist, auch imGeschlechte der Schaumburger meines Wissens nicht vorkommt,so wäre näher auf die Affinitätsverhältnisse derselben ein-zugehen, wozu ich indeß bisher nicht im Stande war. Dochmag schon vorläufig einiger Punkte gedacht sein, die hierbeiin Betracht kommen.

1) Zeitschrift f, Niedersachscn 1874/5, S. 239.