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Zur Genealogie der Grafen von Dannenberg
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war dem Inhaber der Dannenbergischen Besitzungen in derAltmark seine Politik vorgeschrieben, Das wird sich ausder Belegenheit derselben/wie sie unten zusammenzustellensein werden, unmittelbar ergeben; wie es mit dem Terri-torium nordwärts der Elbe stehen mußte, dürfte nicht minderauf der Hand liegen.

Als Folge jenes, Ausgangs des !2. Jahrhunderts ge-schlossenen, Colonisationsvertrages zwischen Graf Heinrich I.und dem Bischof von Ratzeburg 0 ist es anzusehen, daß diekörra >VauinZ6, d. h, das Land zwischen Elde und Rögnitz(früher ^Valororvo), als ausschließlich DannenbergischesAllodium erscheint. Wenn also !2t4 aus >5 Kaiser Frie-drich II. cnuuss ksmuiuos ultra, bllclanara ot ^.Ibiam, Homauoattiusutös iiuxoric» an Waldemar rein abtrat so bildetejener für das gräfliche Haus neu zu gewinnende Landstrichgerade die am meisten nach Süden vorspringende Ecke. Hier,zwischen der Lewitz und Elbe hindurch, ging der nächste Weggegen die Brandenburgischen Markgrafen, derzeit die er-bittertsten Feinde der Dänen 2); ohne Zweifel ließ Waldemardie Bewachung der Elde-Linie nicht in den Händen irgend-wie unzuverlässiger Persönlichkeiten. Ob er die Dannen-berger einfach iiber die Elbe zurückgewiesen hat, ist nichtauszumachen; wenn er bereits >20d> (^uu. lud. VII, II)den Johann Gans gegen die Grafen von Schwerin im Besitzvon Grabow zu schützen hat, so wird man in demselbeneinen durch die dänische Herrschaft eingesetzten und somit fürsie ganz besonders interessirten Lehnsmann sehen müssen.Ueber all diese territorialen Specialitäten wird sich Genaueresnur in einem weitern Zusammenhange und durch Rückschlüsseaus der politischen Lage ermitteln lassen; was Volrad vonDannenberg veranlasste, so eifrig sich der Wiedergewinnungdes transalbinischen Gebietes ans deutsche Reich anzuneh-men, liegt schon jetzt vollkommen klar.

1) Mekl. Urk.-Buch I, 150.

2) Mekl. Urk.-Buch I, 218; die päpstliche Bestätigung (12>K, Mai 14.). das. 224.

3) Als zweiter Kriegsschauplatz ist der um die Odermündungen zu be-trachten, und darnach werden die noch meist unerklärtenLocalnamen auf -zusuchen sein. Die !2l 1 eroberte markgräfliche Burg Dlacou fUsingera. a. O. S, >07) ist wohl sicher das heutige Muchow im Amte Neu-stadt (jenseits der Elde), und wegen der I2ll von Graf Albert vonOrlamünde erbauten Feste Urunsr mag an den Priemcr Wald nord-östlich von Dömitz erinnert sein.