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kann es nicht entgehen, daß in der Legende ein doppelterSchriftcharakter hervortritt: jene wenigen Lettern sind instrengem Capitalstil gehalten, gerade so wie die ganze Um-schrift von dem Nvrmundschaftssiegcl (Ho. I I bei v. West-phalen), die andre dagegen etwas kleiner und verschnörkelt Z.Ganz augenscheinlich ist hiermit ein gewisses kritisches Ver-fahren zur Anwendung gebracht, eine Bemühung, die fürjene Zeit Wohl ziemlich einzig dasteht. Ein unglücklicherZufall hat es gefügt, daß bei Bernhards II. Siegel falscheAusgangspunkte vorlagen, in Folge deren die Ergänzungvollkommen mißrieth Für das angebliche Siegel Adolfs I.
letzterem Stempel findet, das gemeinsame Siegel Heinrichs undAdolfs nach dein Exemplar an der Eldenaer Urkunde von 1291,also mit dein rechts aufsteigenden Löwen. Dem nebenstehendenText ist mit kleinerer Schrift oben die Bemerkung hinzugefügt: ölieolaus sto. — t28g ckonaus molönckirmw in Ltras (Mckl.Urk.-Buch III, 2995) — iäsm äoigma in sigillo Dopst: unten da-gegen: r^nno 1277 LUolzMus sto. — in ckonations lasto seol. Dornst,socksiu usus Isous in sigillo — -—! itsm anno 1279 tratrsspopuit Usiorionm etc. (Mekl. Urk.-Buch II, 1141, 1195). Dies stehtdemnach unmittelbar vor dein oben angeführten Passus über Adolf 1.:Dittsros oirsuintsrsntjalss sto. Augenscheinlich ist vermöge einerFlüchtigkeit eure Beziehung zwischen letzteren beiden hergestellt, d. h.mit Ucbcrgchung der Urkunde von 1279, Während diese Notiz Wiedie von 1 277 doch der Sache nach zum Vorausgehenden gehören.
1) Besonders auffallend ist noch die Verköppclung sieerinnert an das zM: in dem runden Siegel seines Vetters Volrad III.,siehe die Abbildungen Rchtmcicr. Br.-Lüncb. Histvr. S. 599 undMekl. Urk.-Buch II, öio. 983. Schwerlich wird dies für eine Rennnisccnz an elfteres Exemplar zu halten sein, denn cbendort steht jagrade auch Bernhards Siegel mit voller Legende abgebildet. — DieVerwechselung mit Adolfs II. Siegel von 1277 anlangend, scheintv. Wcstphalcn's Stich eine weitere Spur insofern zu zeigen, als beiihm die Umschrift nicht genau in der Mittellinie des Schildes beginnt,sondern halb (heraldisch) rechts. Nun ist es für Adolfs II. Siegelcharakteristisch, das jenes LI(Z— von der rechten Oberecke ausläuft;aber auch dieser anscheinend so deutliche Zusammenhang kann nurauf Zufall beruhen, da die Vermittelung fehlt. Bei Schultz ist derAnfang nämlich genau in die Mittellinie des Schildes gesetzt; jeneDifferenz muß demnach Schuld des Zeichners sein. Uebrigens gicbter nur die erwähnten sichern Buchstaben, die Ergänzung rührt somitvon Westphalen her; doch hat jener das Versehen begangen, dieUmschrift von Adolf II. Siegel zu entnehmen
2) Sie würde der Wahrheit entschieden näher gekommen sein, Hüttenicht Schultz das weitere Versehen begangen und bei Uebertragungder Unischrift von Adolfs lt. Siegel auf dasjenige Bernhards II.die Lettern LiONIDI — verkehrt am (heraldisch) rechten Seitenrandcangebracht, da sie doch nach links gehören (s. S. 29, Anmkg. 1; vgl.Urk.-Anh. ö!o. 4). Wäre er seiner Vorlage genau gefolgt, so würdev. Westphalcns Ergänzung vielleicht nur unwesentlich von der au-thentischen Legende bei Nehtmeier und Harenberg abweichen.