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Fritz von Witzleben, „des alten Fritzen Sohn", gehörte 1426zu den Inhabern der vom Grafen Heinrich von Schwarzburg für 6000 fi.versetzten Schlösser und Städte Rudolstadt und Teichel. Nach dem imArchiv zu Angelroda befindlichen Leibgedingsbrief vom 9. Juli 1429 bo-leibzftchtete Landgraf Friedlich in Thüringen die ehrbare Margarethe,„friczschen von wiczleibin des Jungern" eheliche Wirthin, mit 1 Sedelhofzu Alkersleben, zu welchem 8 Hufen Land, Gärten, Wiesen, 6 freie Höfeund vielerlei Zinsen gehörten. Der Familiennamen Margarethens ist nichtgenannt, aber daraus, dass zu ihren Vormündern Heinrich von Witzlebenzur Wachsenburg, der Ritter Heinrich von Witzleben (Neffe des vorigen)und Gebhard Marschall bestimmt wurden, ist wohl zu schliessen, dasssie einem dieser beiden Geschlechter entsprossen war.
Iring von Witzleben kommt zuerst im Jahre 1437 vor.*)
Das seit 1425 au unsere Familie vom Landgrafen Friedrich demFriedfertigen verpfändete Schloss Elgersburg hatten, nachdem der RitterChristian von Witzleben am 16. Juni 1426 und Curt von Witzleben um1435 gestorben waren, die Brüder Heinrich und Dietrich von Witzlebeninne; der Pfandschilling betrug 500 Mark 1. S. und 400 Rhein. Gulden.Ende 1436 oder Anfangs 1437 ging nun diese Pfandschaft von Heinrichund Dietrich auf die Brüder Fritz und Iring von Witzleben über füreine Summe Geldes, über welche sie sich unter einander verglichen hatten,und kurz darauf traten Fritz und Iring mit dem Landgrafen Friedrich inUnterhandlungen, welcher ihnen, nachdem sie ihm noch 1000 guteRheinische Gulden haar ausgezahlt hatten, dass Schloss Elgersburg mitallen seinen Zugehörungen erblich überliess. Der Kaupfreis betrug alsoim Ganzen 5C0 Mark 1. S. u. 1400 Rhein. Gulden, d. h. etwa 11,400 fl.Zu diesem Erbkauf gaben die voraussichtlichen Erben des Landgrafen,die Herzöge Friedrich und Wilhelm zu Sachsen, ihre Einwilligung am
*) Die Angelroda'er Stammtafel sagt von ihm: „Iring iunior K. auf Elgersburg,belehnt 1437 von Kurfürst Friedrich dem Gütigen und Herzog Wilhelm zu Sachsenüber Elgersburg, Gera, Manebach und Neurode. Er theilt 1488 die Güter mitseinem Vetter Georg und f 1484. Gem. 1.) Euplirosina von Spiegel, 6 Söhne,2.) Euphemia von Pappenheim, 1 Tochter." Von diesem Allen ist, wie wir nach-weisen werden, nichts wahr, als dass Iring auf der Elgersburg sass. Seinen Vaterbezeichnet die genannte Stammtafel als: „Iring senior zu Elgersburg, 1357 von Ldgrf.Friedrich und Wilhelm mit Elgersburg, Gera, Manebach und Neurode beliehen; 1 Sohngleichen Namens." und führt als Beweis an: „ vid. Lehnbrief im Archiv zu Gotha".Ein solcher Lehnbrief existirt aber nicht im Archiv zu Gotha und kann auchnicht existiren, da die Elgersburg 1357 noch den Grafen von Henneberg gehörte,s. S. 51.