109
im März wurde es mobil gemacht, nachdem im Februar derKrieg Preußens mit Dänemark zum Ausbruch gekommenwar. Das 50. Regiment rückte zunächst nach Küstriu, wurdeeinige Wochen später auf der Eisenbahn nach Hamburggebracht, dann nördlich gegen Jütland dirigirt. Das vonE. v. R. commnndirte Ite Bat. kam in die Gegend vonLundkn), wo die erste Comp. am 3. Juli ein rühmlichesGefecht gegen die Dänen bestand. Während der folgendenCantonirnngen in Jütland wurde Ernst zum Oberst-Lieutenantbefördert. Äm Weihnachts-Abend 1864 kehrte er nach ab-geschlossenem Frieden mit seinem Bataillon nach Breslanzurück, wo ihm ein festlicher Empfang bereitet war.
Dort blieb er nun zwei Jahre, während welcher Zeit erseine zn einem blühenden Mädchen herangewachsene TochterOlga in die gesellschaftlichen Kreise einführte.
Das Jahr 1866 kam heran und mit ihm der folgenschwereKrieg Preußens mit Oestreich und den verbündeten deutschenStaaten. Die schlesischen Infanterie-Regimenter, zum VI.Armeecorps unter Gen. d. Cav. von Mutius vereinigt,brachen nach der böhmischen Grenze ans. Noch war dieselbenicht überschritten, als Oberst-Lientenant E. v. N. im Junidurch Cabinets-Ordre zum Commandeur des mobilen Land-wehr-Regiments Westphalen ernannt wurde, welches dannzu dem an der sächsischen Grenze versammelten 1 Reserve-Corps stieß. Dasselbe marschirte sofort nach Dresden, woes während vier Wochen als Besatzung, Oberst-Lient. v. R.als Stadt-Commandant verblieb. Nach der Schlacht beiKöniggrätz rückte es nach Prag, wo der rasche Friedensschlußdem F^dzug ein Ende machte. Schließlich führte Oberst-Lient. v. N. dasselbe über Minden, Bielefeld und Münster zurücknach Westphalen. In Minden erhielt er im Octbr. 1866seine Beförderung zum Obersten mit Patent vom 20. Sept.Er wurde nach Auflösung des Landwehr-Regiments West-phalen noch kurze Zeit bei seinem früheren Jnf.-Ngmt. Nr.50 als aggregirt geführt, im Nov. aber zum Commandeurdes 1. posen'schen Jnf.-Ngmts. Nr. 18 ernannt, welches nachBeendigung des Kriegs Schweidnitz in Schlesien, das Füsilier-Bataillon Reichenberg als Garnison erhielt.
Noch drei Jahre blieb Ernst in dieser Stellung, dann bat