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Folge 4 (1883)
Entstehung
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286
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stein war kurpfälz, Obristhofmeister, mmtrs äs xlaisir und auch Obrister beiderGarde in pfälzischen Diensten, hatte den nachmaligen Pfalzgrafen v, Zwey-brück auf Reisen geführt. Seine Frau war eine v. Dalberg. Eine unglück-liche Jntrigue über die man zu der Zeit gern schwieg, hatte den KurfürstenKarl Theodor so böse gemacht, daß er ihn als gestörten Gemüths trak-tierte, und er war in einem Kloster eingesperrt von 1768 an bis 1795, wo erendlich sein unglückliches Leben endete. Ich ließ mich bei Hofe vorstellen undinsistierte darauf, meinen Onkel persönlich zu sprechen, um wegen Familien-Ange-legenheiten ihn zu sprechen. Nach vieler Mühe erhielt ich Erlaubnis, ihn zusprechen in Gegenwart des Priors des Klosters und seiner Frau. Allein er ge-rietst in eine Art von Exaltation, schimpfte auf seine Feinde und sein Schicksalblieb dasselbe > denn leider starb der Kurfürst Karl Theodor später alser daß er also seine Freiheit nie erhielt und seiner Frau Gemahlin warfreilich wenig an seiner Freiheit gelegen. - Nun ging ich ein Jahr . . >!!. DieFortsetzung ist verloren gegangen, weiß wenigstens nicht, in wessen Hän-den sich dieselbe befindet.

Als mein Großvater Wilhelm Frhr. v. Eberstein gen. v. Büring imJuli 1772 mit seinem Führer, dem dnnäiäato llnris Nurtini, die UniversitätLeipzig bezog, gab ihm sein Vater, der oft erwähnte Johann Karl FriedrichFrhr. v. E., den auf S. 1189 ff. meiner Geschichte abgedruckten Gedenk-zettel mit, über welchen sich Karl Gutzkow in einem Briefe an mich 6. ä.Kesselstadt bei Hanau, den 14. April 1868 folgendermaßen äußert:Die Ge-schichte Ihres Hauses und Stammes habe ich zuerst schnell durchflogen, ummöglicherweise noch etwas für den Abschluß meines BuchesHohen-schwangau" zu Verwendendes zu finden. Bei dieser Gelegenheit stieß ichauf viel Interessantes. Die väterliche Paränese S. 1189 ist eincharakteristisches Seitenstück zu Polonius Abschied von seinemSohn Laertes im Hamlet und zu einem weltklug weisen, schönenBriefe, den ein Gras Erbach an seinen Sohn bei dessen Eintrittin die Welt des 16. Jahrhunderts richtete: Simon teilt ihn mitin seiner Geschichte der Dynasten und Grafen von Erbach. Ihreneueste Schrift (die Fehde) wird mich zu einem eingehenden Studium beschäf-tigen. Wie interessant müßte eine Spezialgeschichte derRosenberge"sein!" Hierüber findet sich nun in Gutzkow, vom Baum der Er-kenntnis (2. Aust. 1869) S. 141 ff. Folgendes:

Wenn Shakespeares Polonius seinem nach Paris reisenden Sohn Laerteseine Reihe beherzigenswerther Lebensregeln mit auf den Weg gibt, so möchteman glauben, er hätte folgende Unterweisung des Grafen Eberhard von Er-bach an seinen Sohn Georg aus dem sechzehnten Jahrhundert vor Augengehabt:

Lieber Sohn, biß gottesfürchtig! Bet morgens und abends vleißig, gedenk' in alldeinem Thun an Gott! Geht dir's wohl, so dank' ihm, geht dir's übel, so klag's ihm.Gedenk, daß alles Glück und Unglück von Gott kommt und bald ein Ende nimmt. Er-kenne dich vor einen armen Sünder, glaub, daß dich der Sohn Gottes Jesus ChristusHab' mit seinem Blut erlöset; beharr darauf und bekenne es bis ans Ende, so wird erdich wieder bekennen vor Gott, seinem himmlischen Vater. Biß nicht hoffärtig, halt aberdeinen Stand ehrlich. Scy wahrhaftig! Halt was du zusagest und ob dir Leib und Gutdrauf ging, denn wenn du leugst in Schimpf oder Ernst, so bist du ein Teufclskind, derist ein Vater der Lügen. Sey züchtig mit Worten, Gebärden und Werken. Schände nie-