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Folge 4 (1883)
Entstehung
Seite
284
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Indessen diese Umstände zusammengenommen und eine Familien-Aussichtveranlaßten in diesem Winter von 17681769, daß mich mein Vater den Ab-schied nehmen ließ. Nun wollte ich mich dann dem Lwcliuin mit Ernst widmen.Und da eben ein gewisser Subrektor Vogel (Lucas David), der in derTilsiter Provinzialschule tsrtius Lollsga war w., seine Dimission fordern mußte,so brachte ich meinen Vater dahin, diesen Mann w. ins Haus auf ohnbestimmteZeit zu nehmen dergestalt, daß er Uogis und Tisch u, s. w. nebst 15 Thlrn.monatlich llonorario erhielt und mir Vorlesungen in Matllkinatiizis, ?ti^sieis u.Lll^miois halten sollte, wobei ich bei meinem erwähnten Rektor die Latinitätund schöne Wissenschaften trieb. Die 18 Monate vom März 1769 bis September1770 nutzte ich nun mit anhaltendem Fleiße und eigner Bearbeitung meinerselbst. Mein Herr Vogel betrank sich zwar nun nicht selten, darin er ordentlichePerioden hatte, wo er oft 8 Tage stets betrunken war und den echten HälleschenBurschen in seinem 50. Jahre spielte, aber nun auch etliche Monate wiederganz rogulair sich verhielt.

Zu Michaeli 1770 ging ich nach Königsberg zum akademischen Unter-richt und im Julius 1772 mit einem Führer, dem Lanäiäato lurig Martini(der aber leider selbst einen Führer brauchte) auf die Akademie nach Leipzig.Ehe ich aber den Besuch der dollsZioruin anfing, ging ich zuvörderst nach Groß-Leinungen in der Grafschaft Mansfeld, um einige Familien-Angelegenheitendaselbst zu regulieren. Da der Graf Friedrich von Eberstein ohne männlicheErben verstorben war und die wechselseitigen, sich durchkreuzenden Absichten von13 Herren von Eberstein in Absicht dessen Succession mehrenteils alle s «Ziainstroeinander entgegenarbeiteten, so war dieses Thema nebst denen übrigen Fidei-kommiß- und Bergwerksangelegenheiten daselbst, welche mir mein Vater sowohlrssxoaw seiner als meiner selbst wegen mir überlassen, eine eigene Schule fürmich, zu geschweigen, daß auch die gräfl. Witwe und die sämtl. weiblichenInteressenten dieser damals zahlreichen Familie (Neuhäuser Linie)*) die zutreibenden Unterhandlungen und Ausgleichungen doppelt verworren und wirklichintrikat machten, so daß dieser Aufenthalt von Monat August bis zu Michael 1772nichts weniger als eine Zerstreuung abgab. Da ich indessen seit dem 12. Jahremeines Vaters Familien-Lorrssponäen? führen müssen, so initiierte mich diesesGeschäft, verbunden mit dem nothwendigen Lwäio unserer Familien- und derMansfeldischen mit Besondernheiten angefüllten Verfassung, so zu sagen in denGeschäftsgang.

Da der Konsulent meines Vaters, ein gewisser preuß. Kommissionsrath undAmtmann zu Klettenberg in der sogenannten Grafschaft Hohnstein, sich wenigmit der sächsischen Verfassung, noch weniger aber mit denen wirklich exinsusenmansfeldischen Angelegenheiten und meiner Familien-Verfassung bekannt war, aus

*) IVolk Divtrioli'schc Lrauolls: I) Nasouli; Major (1740 hessen-kassel. Lieut.)Christian Lndw. (Gem. Louise Sophie v. Stain sv. E., Gesch. 1124)), Major Wolf Heinr.,Major Wolf Georg, Hptm. Leopold Wilh., Hptm. Albrecht Rudolf u. Baron WolfHeinr.; H) Isuatuas: Frln. Eleonore, Elisabeth, steauuott« u. Christiane v. E., Fr. v. E.geb. v. Außem (Joach. Fricdrich's Witwe) u. Frln. Henriette u. Juliane v. Außem;

Ii. Dilleiibiii 'g'kr Iii-.: Joh. Karl Fr. in Tilsit, dessen Bruder, der kurpsälz.Kammerherr Karl Christian und Schwestern Fr. Amalia v. Außem, Frln. Charlotteund Christiane v. E. u. Fr. Dorath. A. Henr. v. Wendt;

l!. LivIwläNtsoln! !ir. : Dompropst Franz zu Basel u. dessen Schwester Fr. MariaTheresia W. A. v. Reichcnstein;

II. Ilvi uuxer lir.: I) Nasouli: Hptm. Friedrich, Major Wilhelm u. Baron Gott-lob; II) Israiuas: Hof-Jägermeisterin v. E., geb. v. Trebra, Frln. Justine undFriederike v. E.;

D. Crätl. Iii-.: Die verw. Gräfin v. E. geb. v. Dachröden u. die Ooiutsssöu.Erdmuthc, Helene u. Christiane v. E.