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Folge 4 (1883)
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nicht so schnell bei der Erschöpfung der Gegend zusammen gebracht wurden, soward der König böse und das Freibataillon (Zuintus loilius lgewes. Prof.Kuisollarck in Marburg) ward nach Herzberg in Quartier-Stand gelegt nebenden Stab des Regiments Plettenberg und solchem die Exekution der Kontributionaufgetragen. Eben an meiner Mutter Geburtstage, den 21. Januar 1763, warenwir 2 Meilen zum Besuch bei einem gewissen Major v. Stutterheim des Regi-ments, der da auf dem Dorfe stand, als das Bataillon (Zuinws Icälius einrückte.Der Obriste lZuintus nimmt sein Quartier in dem Hause bei der block. Meuseln,wo ich im Quartier stand, und zwar in der Stube, wo ich mit meinem Hof-meister logierte, der solche räumen und in eine Stube gegenüber räumen muß.Ich komme die Nacht mit meinen Eltern um 2 Uhr zurück, gehe in meinQuartier, weiß von der Stuben-Veränderung nichts, sehe die Jnfanterie-Schild-wache wohl vor dem Hause, denke aber nicht, daß meine Stube verändert wordensein könnte, gehe stille, um meinen Hofmeister nicht aufzuwecken, in die vorigeStube, fordere kein Licht, da es mondhelle war, zum Unglück steht auch desObristen Bette auf demselben Flecke, wo ich schlief, ich ziehe mich schnell ausbis aufs Hemde und gehe zum Bette und will mich hinein werfen. Indem ichso tappe, fühle ich einen, der schon im Bette liegt. Ich fange an zu fluchenund der Obriste desgleichen. Es wird Lärm, man bringt Licht, und da findetsich die Erläuterung des Jrrthums, und man bringt mich gegenüber in meineneue Stube. Indessen der lächerliche Vorfall machte mir eine genaue Bekannt-schaft mit diesem in aller Absicht merkwürdigen Manne, der sich mit mir nachherviel abgab. Bekanntlich hatte dieser Professor (iuisaimrck, der aus Magdeburgeines Uo^snoshändlers Sohn war, den König gesprochen und über die Kriegs-kunst und Taktik der Römer und Griechen dem Könige ein gegeben,

dabei er besonders bemerkt, daß der Konsul Hrckntus i(Mus in seinen militairischen

Expeditionen die römischen Legionen in L formiert und die feindlichen

Heere durch schiefe Stellungen und Überflügeln zum Weichen gebracht habe.Einige Tage darauf ward ein Freibataillon vakant, und der König befiehltbei der Parole, daß Huintus iMius Chef des Bataillons wäre. Niemand kenntin der Armee einen (Zuinws loilius, welches bald 8 Tage dauert. Endlich istüuisallarck an des Königs Tafel, und da sagt es dann der König, daß er ihmdas Bataillon gegeben und daß er Obrister sei und lZcunws i<zilius heiße. DieWahrheit dieser Anekdote ist notorisch.

Der Charakter dieses Obristen (Zrüntus war nicht der beste. Denn

bei dem Exekutionsgeschäfte, dessen Dotailausrichtung ein gewisser Major Sauer-zapf manipulierte, ward mit revoltierender Grausamkeit betrieben. Eine alteadlige Dame und Gutsbesitzerin ward nach Herzberg herein gebracht, einge-sperrt, im kalten Januar in eine Stube gesperrt und auf Orckro Sauerzapf'smit kaltem Wasser begossen, daß sie davon einige Tage darauf starb. Dashatte der Obriste Hwnws pgH indulgiert. Mein Vater, dem das zwarnicht anging, nahm aber den Vorfall als eine Ehrensache auf an dem Orte, woer gleichfalls mit dem Stabe stand. Es kam zu sehr starken Äußerungen. MeinVater in der Hitze schmiß den Adjutanten des Obristen (Zuinws, der ein Lwckiosusllllsologias gewesen, zur Treppe herunter, offerierte dem Obristen lZuintns lailinsein Paar Pistolen. Allein weder der noch der Adjutant hatten zu einer solchenBehandlung des Gegenstands Lust. Der König endigte die Sache durch einenlaunigten Brief an Amatus Filius, darin er ihm verbot, sich zu schlagen, ihnzu seinem llsatsur machte, das Freibataillon ward aufgelöst und reduciert, meinVater erhielt 3 Tage Stubenarrest und das Regiment Plettenberg ward ausHerzberg ckologirt und 2 Meilen davon einquartiert, und der Major Sauer-zapf ward auch reduciert und ist nachher in polnischen Diensten als General,pfiewohl mit wenig Ehre und axplausu gestorben.