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Kindtaufe im Hause l) das Kind wickeln, I) es der Mutter ans Bette gebensehen und der gelben Osp. ck'argsnt-Windeln in Absicht der Silberblumen er-innere, darin dieser Bruder gewickelt war. Ferner bei dessen Begräbnis erinnere ichmich das Zumachen des Sarges und das Hämmern der Leute, die an dem Sargeklopften. In meinem 2ten Jahre hat meine Wärterin mich auf ein offenesFenster, in den Hof gehend, gesetzt, und beim Spaßen mit der Ordonnanzmeines Vaters falle ich zu dem offenen Fenster 1 Ltage hoch herunter aufden Hof; allein zum Glück ist ein Misthaufen unter dem Fenster, und der langeRock mag den Fall sanft gemacht haben, und dieses gefährliche Ereignis ist ohneallen Schaden für mich abgelaufen. Welchen Vorfall ich mit Dank gegen dieVorsicht hier niederschreibe.
Als der 7jährige Krieg ausbrach, erinnere ich mich noch lebhaft des imSommer 1737 beschehenen iZomdarckkMsats von Tilsit durch die Russen undfolgenden Umstandes. Meine Mutter war auf ein Gartenhaus außer der Stadtan der entgegengesetzten Seite gezogen, und wir blieben während des öombar-cksmknts im Garten unter freiem Himmel. Vor dem Gartenhause war ein Gras-garten-Fleck ohne Umzäunung, auf dem ich nebst vielen andern Kindern, groß undklein, mich ohne Aufsicht in dem Iroudls befand. Eine Lomds fiel matt aufden Grasfleck hin und wühlte sich in der Erde ein Loch. Wohl etliche 30 Kindernebst mir laufen hinzu und sehen der lZombs zu, wie sie in der Erde wühlte,indem wir einen engen Kreis um solche formierten. Nun thut die IZomda denKnall und orspirt, und die Stücken gehen alle im Bogen nach allen Seiten überuns weg, daß keins der Kinder von uns allen außer dem Schreck, von dem wirbetäubt waren eine Weile, einen Schaden genommen.
Meinen ersten Unterricht übernahm in meinem 3- Jahre ein unverheiratetesFrauenzimmer mit Namen Jungfer Urssiinn, die Tochter eines gewesenen Geist-lichen, der ich in Absicht auf die Bildung meines Verstandes alles schuldig bin, in-dem bis in das 5. Jahr ich unter steter Beschäftigung durch sie im Lateinischendurch die Grammatik, im Französischen zum Lesen und wie im Lateinischen zumExponieren gebracht und mein Verstand in Absicht auf Reflexion zu einer gewissenbei Kindern in diesem Alter ungewöhnlichen Ernsthaftigkeit und Liebe zur Usa-wrs gebracht war, daß mein llo. 1759 im September mir von meinem Vaterin der Lampagns zugeschickte Hofmeister Namens Gottfried Kamann, gewes. Hu-äitsur bei dem sonst v. Liäov'schen Regte, in Berlin, wann er auf dem Wegehätte fortarbeiten wollen, er mich viel weiter hätte bringen können. Allein leider!er war mehrenteils krank am Podagra, und was ich nicht selbst wollte, unterbliebganz, ich machte seinen Wärter. Da ich aber nicht aus der Stube durfte undeinmal glücklicherweise an Beschäftigung mit Büchern gewöhnt war, so las ichalle Reisebeschreibungen und Romane, die in Tilsit aufzutreiben waren, wo glück-licherweise bei einem Kaufmann Werner von Vermögen eine ordentliche Lese-undRomanbibliothek, wie sie der damalige Zustand der Litteratur lieferte, vorhandenwar, der auch alles, was lesbar war, ordentlich hielt, also auch manches aufmeine Bildung Nützliches in meine Hände kam. Dagegen aber kam ich in allemzurück, so daß ich mit dem Lateinischen ganz unbekannt ward. Dagegen aberdurch das Zeitungslesen und damit verbundene Geographische und Histo-rische glücklicherweise, da ich die alte Geschichte schon als Lieblings-llwatursgetrieben, auch auf neuere Geschichte, da ich ordentlich durch schriftl. for-mierte Aufsätze geführt ward, die ich wenngleich kindisch, doch chronologisch nachden Staaten Europas mir aufsetzte und sie so betrieb; durch die mathemati-schen Stunden, die ich nebst dem Zeichnen in militärischer Bestimmung trieb,.... ich nun auf Wolfens philosophische Schriften gebracht, und in meinem9- Jahre war ich ein kindischer Wolfianer, der Leibnitzens Theodice ein paarmal