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Folge 4 (1883)
Entstehung
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nehmen wollte, wir würden balde auseinander kommen. Von Berlin habeBriefe; unterm 6. Mai ist wieder ein Schreiben von Dresden, und zwar vonHrn. Franz Heinrich v. Eberstein bei dem Departement der auswärtigenallairen eingelaufen vom 3. Mai (vgl. v. E., Gesch. 161), worin derselbe überdie Verzögerung des kursächsischen lllinisterii äoiiret und im Namen der Familieum eiu nochmaliges Vorschreiben bittet, und es würde diese Bittschrift inder nächsten Llontersns vorgetragen werden. Man rathet mir dabei, das Eisenzu schmieden, weil es warm seie. Es muß also nichts versäumt werden. Meinletzteres von diesem Monat wirst Du wohl durch die Schwester Lottchen inLeinungen erhalten haben. Ich sehe täglich der orckre zum Aufbruch nachGraudenz entgegen. Lebe Wohl, grüße alle und sei fleißig. Ich bleibe DeinDich liebender Vater Ebcrftcin.

"Istlse, ^nli (?) 1775. Mein lieber Sohn! Ich habe Dein Schreiben vom4. Innij, sowie Dein letzteres vom 14. pas. nach dem gewöhnlichen Lauf derPost erhalten. Daß ich aber ersteres noch nicht beantwortet, wird meine seit-herige harte Krankheit, von welcher ich aber gottlob wieder hergestellet bin,hinlänglich sxousiren; über dieses, so habe aus Verdruß, da ich jetzo erfahre,was ich so lange wegen Leinungen gefürchtet habe, die Feder nicht ansetzenmögen, dann w. sehe nun endlich, daß ich jährl. 475 Thlr. 22 Gr. zuschießenmuß, ohne die großen und schweren Uroeess-Kosten, wovon das Ende kaum er-leben werde :c. :c. Vor das Glückwünschen dieser Verpachtung bedankemich also recht sehr und erwarte nun noch zu dem Beschluß die gänzliche Rech-nung von Anfang bis Johanni dieses Jahres zc. Mein kük. unter dem An-schlag bitte nur, aber mit gutem Bedacht und Nachdenken zu lesen, besondersdaß ich (bis Johanni 1775) schon 7917 Thlr. 16 Gr. baar in Leinungenhineingestochen w.

Es ist bei sogestalten Sachen ein schlechter Trost für mich, wann Du mir schreibest,daß in 12 Jahren ich und das Morungsche Haus nicht aus Uroeesss kommenwerden, und die Frau Jägermeistern denket nicht unrecht, wann sie mich da-durch zu ermüden glaubet. Und wie Du schreibest, so habe ich wegen Hörleauch nicht viel Gutes zu hoffen; ich möchte aber wohl wissen, warum? DerWied erkauf hat doch seine Richtigkeit und stehet doch deutlich da außerdenen lUelioratioys-Kosten, deren mir aber keine angezeiget worden, können siedoch nichts weiter fordern, als das Kaufpretiuin.

Da nun endlich Deine Studienjahre geendigt sein werden, so habe zudiesem letzten tel Jahr noch Geld überschickt, und da Du nun zu DeinenStuckiis 3303 Thlr. 4 Gr. bekommen hast, so wirst Du selbst nach Erwägungmeiner Umstände einsehen, daß man nun ein Unterkommen suchen muß. Nunhabe ich nirgends Bekanntschaft als in Berlin. Weißt Du nun nicht besseranzukommen, so muß man suchen, sich in der praxi unserer Landesrechte zubalnlitiren und zu dem Ende beim Kammergerich.t in Berlin als Uelsrenckariusanzukommen, um in Uroesssualibus zu arbeiten, da dieses die rechte Pflanz-schule für junge Leute ist, aus welcher man in hohe ttollegia als wirklicher Rathmit einem ziemlichen traetamsnt kommt und versetzt wird. Und kannst Du so-dann nach befundener Lapaeits bei der AagcksburAsr oder Ulalkerstädtschen Regierungals Regierungsrath plaeirt werden, wo Du dann auch nicht weit von denenGütern entfernt bist. Dieser Ulan ist in aller Absicht solicks. Zu pnblignsnallairss gehören große Mittel und reiche Leute. Beides ist bei mir nicht; Dumußt also alles darnach einrichten, mit Schluß dieses Quartals Leipzig zuverlassen und unterdessen wohl überlegen, ob Du mir einen besseren Ulan vor-schlagen kannst, welchen ich dann erwarten will, und zwar auf eine bestimmte