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Folge 4 (1883)
Entstehung
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Verdruß und Unruhe zubringen soll, wie es doch jetzo leider geschieht; denn- hierhabe auch den unangenehmsten Prozeß wegen des bösen Keyßers mit dessentirsllitoros. Und der Schelm, vor welchen ich so viele Jahre alle Sorgfalt ver-wendet, um sein Glück zu befördern, trägt alle Späne zum Feuer und beweiset,die schwärzeste Seele zu haben. Ich muß befürchten, außer 11/mfl., so wirklichweg sind, auch die 8/rn fl,, welche noch im Waarenlager vorhanden waren beiseinem kanczusrouto und welche der hiesige Magistrat mir übergeben; auch zuverlieren und auszahlen zu müssen; snün, ich muß in meinem Alter viel aus-halten und Gott wolle mir aus meinem Kummerlcben helfen. Beim ersten Aus-fall habe 9000 fl. eingebüßet. Es wird Dir noch im Andenken sein, was imHause bei mir erfordert wird; wie sauer es mir also wird, ohne Schulden zumachen, alles zu bestreiten, kann Dir nicht entgehen.

Was nun hiernächst Dein künftiges Unterkommen betrifft, so habe ich dar-über meine Meinung bereits gesagt. Soviel in meinen Kräften stehet, will ichgerne zu Deiner Unterstützung hergeben; Du mußt aber meine Umstände und daßDu noch 2 Geschwister hast, von denen der eine noch gar keine Erziehung hat,nicht aus denen Augen lassen; dann diese kann ich ja nicht zurücksetzen und leidenlassen. Eine Adresse von dem Weihbischof v. Oswinen an seinen Bruder würdewohl zu oktoinren sein, wann ich in Zeiten davon benachrichtiget werde; alleinich sehe auch, daß Geld darzu nöthig ist, wann man Höfe aufs geradewohlbereisen will. Du denkefl überhaupt dem Anschein nach sehr hoch; ein jungerMensch braucht so sehr viel nicht, er darf niemand zu Gaste laden, gehet er inGesellschaft, warum muß er spielen, wer zwingt ihn darzu, vernünftige Leutelachen, wenn sich einer über sein Vermögen hierin als in allem Hervorthun will.Den reichen Mann vorstellen und nicht viel haben, bleibt allzeit Thorheit unddieses insinuiret nicht. Der Major v. Kracht kennet die Höfe nicht und be-kümmert sich darum wenig, er kann Dir aber eine rs<zoirnnsn6s.tion an denUsn. IVayniW in Kassel geben :c. Es finden sich nicht so. sehr viel Leute, diein ihrem 23. Jahr schon versorget sind :c. Daß Du Dich in Hallsirisoribiren läßest, ist dennoch auf alle Fälle wohl gethan w. Deröstreichsche Dienst mag in dem Reichsfach gut sein, wann die UoUZion nicht imWege, worauf bei ihnen, als in Nannllsiin sehr gesehen wird. Im Reich istaußer Kassel, Darmstadt, Baden und OrainEn-Nassan wenig zu aonsiäs-riren. Gotha und Weimar, besonders letzterer, kann oozmicksraköt werden.Im preuß. Justizfach hat man Brod bis an sein Ende des Lebens, wennman nur erst einmal piaoirt ist, welches in etwas mehr als einem Jahr gewißgeschehen könnte; doch hast Du Deine Freiheit, ich will Dich zu nichts zwingen,nur wäge alles nach Deinen Umständen ab :c. Deine Mutter und Geschwistergrüßen Dich herzlich und wünschen Dir, wie ich, viel Gutes; sie sind alle gott-lob gesund, außer der arme Karl, der noch immer offene Wunden an seinemkürzeren Bein hat, worbei er aber ganz gelassen ist. Nur schade, daß ich nichteinen tüchtigen Mann vor ihn bekommen kann. Nartini wäre ein rechterMann vor ihn und er hat noch ohngemein viel Liebe vor ihn. Obder Hr. Dom-Lnsws nun, da der Bischof gestorben ist, dieses Ämtchen erhaltenwird, muß sich balde zeigen, ich wünsche es ihm herzlich, so gerne als mir, derich es doch nicht verlange. Gott erhalte Dich gesund und stehe Dir in allemväterlich bei. Ich bleibe Dein treuer Vater Edelstein.

Msv, 13. Zlni 1775. M. l. S. Da ich noch soviel Zeit erhalte, willDir berichten, daß ich dem Hrn. Rath Uuäloll jetzo zu Bezahlung der FrauJägermeistern 1800 Thlr. schicke. Ihr werdet nun alles weitere besorgen.Die Schwägerin in Mannheim hat an mich geschrieben, sie scheinet mehrZutrauen zu bekommen, und ich glaube, wann der Vetter Albrecht es über-