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Folge 4 (1883)
Entstehung
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so nahe bei der Hand bist nnd ich nicht selbst gegenwärtig bin, aber wohl ein-sehe, daß, wann Du die Sache nicht treibest, alles auf die lange Bank geschobenwird. Ist Dir hierin einer oder andere ooritrair, so schreibe mir offenherzig,damit ich die nöthigen Maßregeln nehmen kann. Das Projekt, Gelder auf Ge-Hofen aufzunehmen, kann ich aber nicht vor vorteilhaft ansehen; und weil ichsolches schnurstracks gegen Euer künftiges lutorosso halte, so hat mich dieser Vor-schlag auf die Gedanken gebracht, daß die Herren Dich durch eine falsche Vor-stellung darzu verleitet haben möchten. Kein Mensch aber hat sonsten mir etwasgedacht hiervon oder Dich bei mir zu verkleinern gesucht, ich höre gottlob nochnichts anders von Dir, als lauter Gutes. Gott erhalte Dich dabei. Gesetztman wollte auf GeHofen Geld aufnehmen, welches der Wunsch derer Herrn und desDom-Lustos ist, und welche gerne sehen, daß ganz Ge Hofen verkauft würde,weil sie keine Familie haben, so würde meines Erachtens die Hütte dennoch nichtin bessere Umstände kommen, weil 5000 Thlr. nur ihren Untergang in etwasverschleifen und aufschieben würden, das rechte Fleck aber ist noch nicht gehoben.Die Gefahr, in welcher man jetzo stehet, bleibet noch immer vorhanden, und hatman erst einmal Gchofen angegriffen, so wird solches auch in der Zukunft dieNothwehr sein sollen; auf die letzt ist GeHosen*) weg und die Hütte ist ebenin schlechten Umständen, und überhaupt ist es thöricht, etwas Gewisses aufzu-opfern gegen etwas Ungewisses, wann man nicht gewiß vorher den Vorteil er-warten kann und versichert ist. Der Dom - Lustos schreibt mir unterm 10. Ose.:aus Sachsen habe lange-Zeit, wenigstens von Anverwandten, nicht das min-deste zu hören gehabt und was ich auch sehr selten von dem Schichtmeistervernehme, ist eben auch nicht tröstlich; ich wünschte wohl, daß mein liebster Hr.Vetter balde wiederum dahin kommen und die Angelegenheiten selbsten könntenbesorgen helfen, mir bleibt nichts übrig, als auf Gott zu hoffen und ihn umseinen Segen anzuflehen." Ich habe ihme hierauf geantwortet, die Reise nachSachsen wäre zu kostbar und ich sähe auch nicht ab, daß selbige viel fruchtenkönnte bei denen jetzigen Umständen, auch hätte ich überdem einen gar zu geringenAnteil an der Hütte, als daß ich gute Vorschläge durchsetzen könnte. Ob er nundarauf ferner etwas gedenken wird, wird die Zeit lehren, dann er noch nicht allemeine Vorschläge abgewiesen hat. Ich glaube vielmehr, daß er sich näher einge-lassen, wann der Schichtmeister ihm nicht goldene Berge versprochen, die er ihmnun schaffen kann.

Was die Herren im Dorfe betrifft (Mitglieder der Wolf-Dietrich'schen Branche),so sehe ich ganz wohl ein, daß ihre Umstände es jetzo nicht erlauben, weder ihrenLehnstamm zu oomptottiren, noch ihre und des Major Wolfs Schulden zubezahlen; unterdessen muß man doch zuweilen sie daran erinnern. Ihren Lehn-stamm betreffend, so ist es natürlich, daß wer von denen Lehnstämmenmit xartioixiren will, selbst einen Lehnstamm haben muß; ist aber Jaucha(vgl. vorn S. 7) einmal fort, woher wollen sie solchen ersetzen und die Schuldendes Major Wolf bezahlen? daher kann man ihnen die Aufkündigung der3000 Thlr., so für ihre Schwestern in Gehofeu stehen, immer hindern,dann diese sind Miterben des sel. Major Wolf gewesen. Es ist an deinedaß, wann die ^/ztel Lasso alle ihre Schulden bezahlt, so bleibt die stztel Lassodennoch der Stein des Anstoßes. Und warum sollte man vor den Dom-LustosGeld auf GeHofen aufnehmen? welches er doch der Familie einmal lassenmuß. Lasse er Geld schaffen oder seinen Anteil osäiren. Je größer die Roth

ch Das heißt das den Mitgliedern der Neuhäuser Linie zustehende Harrasische undTrebraische Gut zu GeHofen. Der Hacken- oder Domhof zu GeHofen, welchen dieNachkommen des Domherrn A. A. v. Eberstein besaßen, war nicht schuldenfrei.