Druckschrift 
Folge 4 (1883)
Entstehung
Seite
221
Einzelbild herunterladen
 

221

sechzig Rthlr., jeden Rthlr. zu 4S all»., und den ulk. zu 3 H gerechnet, anguter gangbarer Münz, und zwar jedesmal auf Ostern sechzig Rthlr., auf Jakobi-tag fünfzig Rthlr. und auf den 1. Xbr. wieder fünfzig Rthlr. gegen Quittungbaar zu entrichten w. Wann aber die Pachters mit denen Zahlungsterminenauf die gesetzte Zeit nicht einhalten oder auch Viehe veräußern und kein anderesan dessen Platz stellen, so soll die Leihe noch vor Ausgang der 6 Jahren auf-gehoben :c. sein. Stens versprechen die Pachters der Frau von Büring alleJahre w. zwei Kühe und zwei Geisen ohnentgeltlich zu füttern, ihr den Kutschen-Schoppen, zwei kleine Ställchen, den Mauergarten halb nebst allem Obstdarinnen, wie auch den ganzen Baumgarten samt allem Obst-und Pflaumen-bäumen, welche neben dem Wohnhause stehen, allein zu lassen und ihr jähr-lich von denen Welschen Nußbäumen, wann solche tragen, eine Meste Muß zuliefern :c. Z tens versprechen :c. w. 4tens versprechen die Pachters, der Frauvon Büring das nöthige Brennholz ohnentgeltlich zu fahren. Weilen auchStens denen Pachtern die Baue in gutem brauchbaren Stand geliefertwerden, so versprechen dieselben, solche also wieder zu liefern :c. Da auch dieWiesen und Äcker jetzo im schlechten Stand seind, so sollen denen Pachtern indem ersten Pachtjahr die zum Gut Eichen gehörigen Arbeitsleute jedochjeden vor 4 all?., überlassen werden, welches aber von denen Pachtern apartszahlt werden muß :c. 9tens das bekommene Viehe anlangend, nehmen diePachters solches nebst beigefügter Specifikation und Taxation :c. an und ver-sprechen, bei ihrem Abzug selbiges in solchem Stand wieder zu überliefern w.So geschehen Dillenburg, den 26. 8bris 1728.

Hochgeborner Reichsgraf:c.! Ew. hochgräfl. Lxa. berichten hierdurch unter-thänig, wie wir, doch mit Ratifikation Ew. hochgräfl. Cxa., das Gut Eichenvor 166 Thlr. verliehen haben, wie der beigehende Kontrakt des mehrern besaget.Und weilen der eine Pachter Philips Sauer eben nicht viel in bonis hat,dennoch ein guter Hausmann ist, so ist verabredet, daß solcher kein Geld in dieHände bekommen solle, dessen Bruder Gerhard Sauer aber vor das Pacht-geld genugsam gesessen und einer vor den andern Bürge und Zahlsmann wordenist. So verhoffen, wir werden damit glücklicher, als mit dem Theiß sein. Esist aber höchst nöthig, daß 2 Thore in denen Eichen, itaiu die Dächer undBode über denen Ställen und im Hofhaus gemacht werden, wozu aber Geldsein muß :c. Wir hoffen also, Ew. hochgräfl. Uxa. werden in die neue Leihekonsentieren und solchen Kontrakt suksaridiren. Die wir übrigens verbleibenEw. hochgräfl. Uxa. unterthste. Dirtcrich. I. Stcuber.

Dillenburg, den 21. 1728.

Hochgeborner Reichsgraf?e.! Vermöge Dero letztern unterm 1. Nov. a. o.an mich gdst. erlassenes Antwortschreiben ist das Gut Eichen bis uff Ew. hoch-gräfl. Lxa. gdste. Ratifikation verlehnet, wie beigehendes Schreiben und Leihe-Kontrakt des mehrern zeigen werden. Nun habe aus vorangezogenem gdstm.Schreiben ersehen, daß Ew. hochgräfl. Lxa. Bedenken getragen, jemand bei HerrnDoktor Steuber zu denominieren, der mir meine Rechnung abnehme, und un-gnädig genommen, daß allenfalls meine Rechnung vor hochfürstl. Rentkammerablege. Jndeme ich nun ein sterblicher Mensch bin und nicht gerne sehe, daßmeine Frau und Kinder nach meinem Tod Verdrießlichkeit bekommen, niemandauch zu verargen ist, wann er seine Sache in richtigem Stand erhalte, so giltes mir gleich, wer mir meine Rechnung abnehme und bin zufrieden, wen Ew.hochgräfl. Lxa. nebst Herrn Doktor Steuber hierzu benennen, worum nochmalsbitte, dann ich dieses schweren Amts los sein will.

Sodann hat sich ein Schreiben unter Dero Bedienten Hand Namens Waltervom 19. 3br. 1728, so an Hrn. Spröde geschrieben, gefunden, darin diese