Druckschrift 
Folge 4 (1883)
Entstehung
Seite
214
Einzelbild herunterladen
 

3. habe sie eine Kuh von inficierten Orten in seiner Abwesenheit in den Stallgebracht:c.;

4, habe sie den dillenburgischen Vogt um seinen Büttel auf den Hof zu schickengebeten und den Schäfer w. zu holen und einstecken zu lassen.

Weshalben ich unumgänglich finde, daß Sie mit dem Hrn. vr. Steuber zu-sammen treten, diese Sache mit Ernst und Nachdruck einsehen und eingreifen,damit denen Kindern und Gute kein Präjudiz geschehe.

13) Daß die Lxkvution wider des Fürsten in Gegenwart Herrn vr. Stenderngegebenes Wort von denen Censiten nach den Eichen wiederum weggenommenworden, wundert mich von Herzen, und ist nöthig, deshalben mit Herrn

Or. Stendern Ver zu nehmen und zu dem Herrn Rath Archenholz,

auch nothfalls zu Jhro Durchl. selbst zu gehen, damit man thue, was mankann. Will dann kein Vorstellen bei dem Fürsten helfen, so muß man es Gott,der aller Waisen Beistand ist, anHeim stellen.

14) Daß man von den Eichen wegschätzen will, darüber muß ich lachen.Es wird ja noch Recht in Wetzlar deshalben zu erhalten sein, und muß mitHrn. Or. Stendern gesprochen werden, daß man allenfalls daselbsten ein Man-dat extrahiert.

15) Daß der Herr Graf von Hachenburg Arrest auf die Hauberge gethan,solches verdenke ihm zwar nicht; was aber der Vogt damit zu thun, deshalbenerwarte Nachricht. Und wann man hat 100 Thlr. daraus ziehn können, ver-schlägt denen Kindern nichts, ob der Graf von Hachenburg solchs auf seine Inter-essen nimmt oder sie von uns verkauft und einem andern bezahlt werden.

16) Von der Fr. von Büring habe selbst ein Schreiben vom 14. 7bris er-halten, darinnen sie alle die xunotu leugnet, die draußen in ihrer Gegenwartund auch nachher in Dillenburg zu der Kinder unstreitigem Besten mit dem Theißund sonsten verabredet worden. Ich muß bekennen, daß dieses mich nicht alleinbefremdet, sondern auch dahin bringen wird, daß ich, weil sie gar dergleichenSachen nicht mit Recht zu fordern hat, ihr ihre 200 fl. und sonst nicht einenKreuzer mehr geben lassen werde.

Reden Sie doch mit Herrn Stendern wegen des 5. Punkts der Fr. von Büringihres Schreibens :c. und sagen dem Theiß, daß er der Fr. von Büring ihren Haferund was er sonst von ihr bekommen zahle; halten auch nebst Herrn vr. Steuberndarauf, daß er das Pachtgeld bezahle und richtig abführe, wovon Sie der Fr.von Büring auf ihre Alimenten so viel als möglich zahlen wollen, doch gegenhinlängliche Quittung, nicht weniger an Herrn Or. Schräm 100 fl. in Abschlagder Interessen seines Kapitals auf den Eichen, kann es mehr sein, desto besser :c.Die Frau von Büring beklagt sich, daß sie das Jnventarium der Eichen nichtzu sehen bekommen, daß sie doch am besten wüßte, was dagewesen, wolle er alsoes ihr kommunicieren, damit man bei den Kindern keine Verantwortung habe.

An Hrn. vr. Steuber schrieb der Graf E. F- v. E.: Aus denen subsi gillo volunts hierbei liegenden Schreiben an die Frau von Büring undHerrn Notarius Dietrich werden dieselben des Näheren ersehen, was ich wegender an mich berichteten Vorfallenheiten und sonst in ein und andern anzuwendengenöthiget bin Weiln nun darinnen verschiedene puimtu mit enthalten, darinnenSie den besten Nachdruck sowohl bei dem Fürsten, als Herrn Rath Archenholz,item der Fr. v. Büring geben können, so bitte so sehr als ich nur kann, sichderen ja mit Ernst angelegen sein zu lassen.

Ich komme schwer daran, daß ich nach Wetzlar gehen soll; wann ich abersehe, daß bei Sr. Durchl. dem Fürsten so gar vor die armen Kinder nichts zugewärtigen ist, so muß ich es thun, um mich dereinsten der Verantwortung gegendie Kinder zu entschütten.