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Wann ich nun mit diesem Pachter an Tag gebe, was alle Leut sagen, daßer mehr schuldig, als er hat, verkauft zu viel Rind- und Schafvieh, hätte denTermin nicht gehalten, das Pachtgeld zu liefern, hätte den vorigen Winter keinLaub zum Strohe, um Bestreuung zu machen, eingeführet, das doch am EicherHaus an der Nähe zu holen, welches Leut thun, und verkaufen von ihrem Ge-ströh, daß nun das Eichen-Gut mit Bestreuung das Land schlecht versehein
Ich bitte unterthänig zu helfen, daß mir mit Geld geholfen werde. DerHerr Dietrich hat einen Mann zu Theiß geschickt, ein Jnventarium zu machen,mir solches aber nicht gezeigt, da ich doch weiß, was gefehlt oder nicht waraufgeschrieben.
Antwort des Grafen v. Eberstein an die Frau von Büring v.17. 8br. 1727.
Wohlgeborne Frau! Dero unter dem 14. 7kr. an mich abgelassenes Schreibenhabe bei meiner Zurückkunft ausgangs 7br. hier gefunden :c. Es scheinet, daßSie in den Gedanken stehen, als wenn die wegen des Theißen und der Eichengemachten Anordnungen bloß Ihnen zum Verdruß gemacht worden wären. Gleichwie ich aber Gott und der honetten Welt allzu sehr bekannt zu sein mich mitRecht flattieren kann, daß zu all dergleichen nicht kapabel bin, sondern das Ge-müth allzu rechtschaffen dazu habe, als bitte gar sehr, mit allen dergleichen Bei-messungen mich zu verschonen. Wollte Gott! ich hätte aus Vormundschaft!.Pflicht entübrigt sein können, in diese denen Kindern und dem Gut der Eichenallzu schädlichen und verderblichen Sachen, zu deren Vorteil also einzuschauen,mir wäre es sehr lieb gewesen, und bitte ich Sie um Gottes und der Kinderhalber, doch um eines schlechten kleinen eigenen Vorteils halben vor Ihre Persondenenselben nicht so gar große Bedenklichkeiten und Schaden zuzuziehen, welcheSie vor Gott und, dem Richter nimmermehr verantworten können, gegen welcheich mich sehr rospousakol machte, wann ich nicht mehr auf den Nutzen desGutes, als Deren so eigennützig scheinende Absichten sehen wollte :c.
Den Punkt wegen des von dem vorigen Pachter aus dem Hof wegführengelassenen Heu und Strohs habe gleichfalls an Hrn. vr. Steuber und HerrnDieterich geschrieben. Haben Sie den Kindern zum Schaden etwas verhänget,müssen Sie sich selbsten zuschreiben, wann ich Pflicht und Gewissens halber des-wegen mich an Sie zu halten gezwungen sehe, dessen ich, als Gott bekannt ist,sehr gern überhoben sein wollte :c. Sie schreiben, der Theiß sei Ihnen auch200 fl. schuldig. So habe ich an Herrn Dietrich verordnet, daß er ihn samtHerrn vr. Stendern dahin anhalte, daß er sie zahle. Angleichen, daß er Ihnenvon den Pachtgeldern auf Ihre Alimente gegen Quittung abschlägliche Zahlungthun lasse. So wird er Ihnen auch das Jnventarium zeigen und vorlegen,dann mit meinem Willen nichts geschehen muß, das den Kindern zum Schadenund Ihnen zum Verdruß ist. Nicht weniger habe angeordnet, daß von denenTheißischen Pachtgeldern an Hrn. vr. Schräm 100 fl. bezählet werden sollen.
Von Chariottchcn folgt hierbei die Antwort, Sie hält sich noch ziemlichwohl. Den kleinen Karl und die kleine Amalia grüße ich vielmal nnd willihr zweien bei meiner Hinkunft nicht vergessen.
Schreiben des Grafen von Eberstein an den Notar Dieterich zuDillenbnrg ä. ä. Mainz, den 17. Okt. 1727.
Nonsisur! Dessen Schreiben vom 29. Juli habe ich in Bamberg erhalten,gleich als ich im Begriff war, nacher Erlangen und Eichstädt zu gehen. Undals ich den 27. 7 bris von Frankfurt wieder kommen, habe ich Dero zweites vom5. Aug. und 3. 7bris gefunden, bin aber zeithero gehemmet worden durch Herr-