Am 11. Dec. 1714 bescheinigte Christian Ludwig v. Eberstein aufNeuhaus, daß seine Schwiegertochter Maximiliana geb. v. Büring dieihrem Eheherrn Ootis looo in seine Lehngüter einzubringen versprochenen1000 Thaler ihm, Christian Ludwigen v. E., richtig gezahlt, und daß ersolche zu Wiederbezahlung der 2000 Thlr., welche er von seinem Schwager,dem kursächs. Geh. Etats- und Kabinets-Rath Grafen Georg v. Wer-thern, erborgt und den Erben seines verstorbenen Bruders AntonAlbrecht auf deren Rittermühle zu GeHofen geliehen, angewendethabe (s. Nachtr. 2. Folge, S. 127).
Am 9. laouar 1719 machte zu Dillenburg der fürstl. nassaü-dillenbur-gische Ober-Stallmeister Johann Karl Friedrich von Büring seinTestament (vgl. Nachtr. 2. Folge, S. 129 f.) und setzte darin zu Universal-erben über seine sämtliche Verlassenschaft und Habseligkeiten ein seinenSchwager, den fstl. nassau-dillenb. Ober-Jägermeister Karl von Ebersteinund dessen Gemahlin, nämlich des Testators einzige Schwester Maximi-liane von Büring, w spsoio aber seines Schwagers K. v. Ebersteinältesten Sohn, wann ihn Gott damit begnadigen würde, und die darauffolgenden, und solches umdamehr, weil sein Schwager ihm mit Konsens dessendamals schon verstorbenen Vaters zugesagt, wann ihn Gott mit einem Sohnebeschenken sollte, durch solchen, und zwar allezeit den Ersten, seinen sonst mit ihmuntergehenden Geschlechtsnamen von Bürin g fortzuführen und fortzupflanzen.
Es versprachen auch Karl v. Eberstein und dessen Gemahlin, von ihreneigenthümlichen Gütern so viel hierzu anzuwenden, daß der Zehnte zuLöhnberg und das Gut in den Eichen folgends bezahlt und freigemacht,beide zusammen behalten oder konserviert und nichts davon veräußert werde;ingleichen sollen sie verpflichtet sein, seiner, des Testators, Mutter dieWohnung und den Genuß des Hofes (nämlich in den Eichen) wie bisherso lange sie lebt und unverheirathet bleibt, ruhig genießen zu lassen. Weildie Frau von Büring aber altershalben die Direktion des ganzen Hofes undvielen Gesindes nicht mehr wie sonst führen könnte, so sollten ihr zu ihrerAufwartung ein Kammermädchen, der Jäger, ein Knecht, eine Viehmagd,zwei Pferde, etliche Kühe und Ziegen gehalten, gelassen und verpflegt werden;wie dann zu ihrer eigenen und derselben Unterhaltung ihr Schwager undSchwester v. Eberstein jährl. 10 Malter Korn, 5 Malter Gerste, 24 MalterHafer, 4 Mesten Erbsen, h« Weizen, 2 Westen Linsen, 3 Westen Hirsen,4 Mesten Lein, 24 Pfd. Flachs, 2 Ohm Wein zu ihrem Trank, auch nachihrem Belieben ein mehreres, ingl. benöthigtes Stroh und Brennholz zugeben, auch die Schliefwiese, die Schuhmacherswiese, im Taufwinkel unterder Schliefwiese gelegen, den neuen Garten und den Baumgarten, in welchenman durch die Thür des neuen geht, zu ihrer Nutzung und Disposition ein-zuräumen versprochen; auch hatte die Frau v. Büring die Jagd und Fischereizu ihrer Verpflegung zu genießen.
Noch vermachte der Oberstallmeister von Büring den Armen zu Dillen-burg 100 Thlr. und der Reformierten Kirche zu Usingen 200 Thlr., womit