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Folge 4 (1883)
Entstehung
Seite
159
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Wir wohlen, um Ew. Kön Maj. alles zu bekennen, ich bei dieser Gelegen-heit verschiedentlich? Doknmenta, so die von dem Kurhaus Brandenburg, undzwar von Markgraf Albrecht Friederichen herstammende sämtl, Descendenz an denJülich -, Berg - und Clevischen Landen machende Prätension angehet, ohnvermerkt,und zwar eine ganze Nacht durch mit abschreiben lassen, wovon man zu Diez,wie ich sehe, Nachricht bekommen, aber soupyon haben muß, ohu eigentlich zuwissen, was es anbetroffen.

3) Ist denen Dchl, Prinzessinnen, nachdem dieselben zu verschiedenen Malenauf das allerbeweglichste bei des Herrn Landgrafen von Hessen-Kassel Dchl. umKontinuation der Wittums-Gelder, die man mit dem Sterbenstag extinguieretgehabt, zu Bezahlung derer Domestiquen Kostgelder und Besoldungen und diesereines teiligen Abschaffung ohne Effekt angehalten, und darauf, daß man darankeinen Teil nähme, zurückgeschrieben worden bei absoluter Entstehung aller sonstigenbaaren Mittel nichts übrig gelassen verblieben, als daß selbige das Silber, so sienicht eben nöthig gehabt, mit allgemeinsamen Rath ihrer sämtlichen (G.) verkaufenund davon einigen privilegierten und sonst treibenden Kreditoren abschläglicheZahlung thun müssen, welches ich bei diesen Umständen gar nicht Widerrathenkönnen. Jedoch ist alles anfänglich von allerseits und nachdem? von der Dchl.zweiten Prinzeß Marie in aller Namen, ohne daß ich einmal gegenwärtig ge-wesen, weggegeben worden. Desgleichen haben

4) mehr höchsterwähnte Dchl. Prinzessinnen mit des Herrn Landgrafenhochfstl. Dchl wegen Verkaufung einiger zu Frankfurt am Main in Versatz ge-standene Gülden und Silbern Gefäße und andern Pretiosen korrespondieret, dadann von Sr. DÄl. Selbst genehm gehalten und von denen fürstl. Geschwisternvor gut befunden und Vollmacht erteilet worden, daß die ältere Prinzessin sichdeshalben nach Frankfurt begeben möchten, welche gleich allen übrigen mich ummeinen Beistand ersuchet. Und als ich mich exkusieret, mir ein anderwärtigesSchreiben von des Herrn Grafen von Flemming Excell. an Jhro Dchl. diePrinzessin Henriette von Dessau originalitsr vorgewiesen:

ck' rsyu In Isltrs gas V. ru's kail 1'lrouusur äs uüsorirs äu 5 ckn cur.sl s.vs,u1 gas äs 1's.voir rsyu, flavs-is äsiä xrsvsuu Iss orärss äs V. ^.. suäouuaul ä sonusalrö äs uouvsau ä. Nr. ls Ooiuls ä'Dbsrslsiu äs von-liuusr s assislsr Nssäaiuss lss Nriussssss äs dianssan aussi iu's.-1-il äch'ärsuouäu, quill ls Lsrrs.it.

äs suis visu aiss ä'svoir oosasion äs ruoulrsr s-ussi su äs oi xslitssellosss ä, V. ^.. L. 1's.llaolrsiusul st ls rssxsot avso lssqusls flai 1'lrouusurä'strs zc.

Worauf mich nicht entbrechen können, als zumalen besage des äati meinerallerunterthänigsten Relation sub Mo. 71S ich ohnedem in Frankfurt gewesen,ihr dabei mit Rath und That anzudienen (vgl. Nachtr. v. 1378, S. 35 M. 110).

Gleichwohlen weisen höchsterwähnter Prinzessin Schreiben und Relationesan des Herrn Landgrafen hfl. Dchl., itsiu die dabei mitgeschickte Berechnung,was diese vor Pfand verkauft und wie das Geld zu allgemeinem Vorteil derErbparticipanten und Entlastung der Verlassenschaft angewendet worden, daß siealles selbst und ich darunter nichts vor mich gethan, noch zu verantworten habe.

Äußert sich dannenhero aber einst die löbl. Intention der Diezischen Re-gierung, welche sie veranlasset, mich wider besser Wissen zu beschuldigen,

daß ich es dabei nicht bewenden lassen, sondern höchstbesagte (ältere) Prinzessin(welche gottlob kein Kind ist und sich bei dem Seile führen lasset) dahin vermocht,daß vieles auf dem Schloß Oranienstein sürhanden gewesenes und zum Iuvsu.1s.riogehöriges Silbergeschirr, sodann einige zu Frankfurt am Main im Versatz gestan-dene guldne und silberne Gefäße und andere Pretiosa durch ihn an Juden undChristen teils wirklich verkauft,und weiters zu verleumden

daß deren noch ferner durch mich zu feilem Kaufe ausgeboten werden wollen,