Druckschrift 
Folge 4 (1883)
Entstehung
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153
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ich hier niedergeschrieben, ist mein ernster Wille, über welches ich unverbrüchlichgehalten wissen will, GeHofen, den 15. December 1801.

(R, 8.) Karl Friedrich von Eb erstem.

HL, Die Abschrift wurde beglaubigt am 3, Okt, 1803von dem freiherrl. EbcrsteinschenTeichdammguts-Gerichte zu GeHofen durch Gottlob Israel Ranckc,"

Des Hauptstaatsarchivs zu Dresden Vergehungen wider das Duell-Mandat

17951801, Vol. II, u, III,, Uoo. 1405 u. 2456, desgleichen 17991802, Loa,30398, Vgl, auch III, Abthlg. dsusaloZios. such Rubr. Lbsrstsiu, Rae, 11245,

S. 1117, Nr. 6) (3) b.

Schreiben des k. preuß. Generals Robert Baron von Cberstein an Louis FerdinandFrhrn. v. Cberstein zu Dresden, ä, ä, Potsdam, den 24, Januar 1882.

Mein lieber Vetter Ferdinand! Ihnen, als Genealogen der Familie,fühle ich mich verpflichtet, infolge meines letzten Schreibens hierdurch anzuzeigen,daß ich heute vom Königlichen Herolds-Amte folgende Benachrichtigungin optima torrna erhalten habe:Des Kaisers und Königs Majestät habenauf das diesfällige, von Eurer Hochwohlgeboren in der Jmmediat-Vorstellung vomIS. Juni v. I. vorgetragene Gesuch Allerhöchst Sich mit Rücksicht darauf, daßSie seit mehr als 44 Jahren den Freiherrntitel unbestritten führen, bewogen ge-funden, in Gnaden Ihr und folglich auch Ihrer ehelichen Nachkommen Recht auf dasFreih erren -Prädikat anzuerkennen und demgemäß dessen Führung zu gestatten."

Sie herzlich grüßend, erwarte ich baldmöglichst gütige Benachrichtigung vonIhrem Ergehen :c. In verwandtschaftlicher Anhänglichkeit

Ihr treu ergebener Vetter Robert B, v. Cberstein,

Datiert ist das Schreiben des Herolds-Amts an mich v, 14. Januar o,, die Ka-binetsordre aber, die Alfred gelesen, vom 14, vsobr. v, I, In der Schreibweisemeines Namens lnämlich Baron statt Freiherr) denke ich nichts zu ändern, sondern michso fortzuschrciben, wie ich es fast 64 Jahr gethan und wie seither mich meine Königein ihren Kabinctsordres auch stets genannt haben.

Das war der vorletzte Brief, welchen General Robert an mich schrieb,denn im Laufe des Nachmittags des 14. Sept. v. I. erhielt ich aus Potsdamdie telegraphische Nachricht:Heute früh entschlief unser geliebter Vater", undin den Zeitungen war zu lesen:

Heute Morgen gegen sieben Uhr endete ein sanfter Tod das reich gesegneteLeben unseres hochverehrten, innig geliebten Vaters, Schwieger-, Groß- und Ur-großvaters, des Königl. General-Majors z. D.

Robert Baron von Cberstein.

Nach längerem Leiden folgte er im eben begonnenen 32. Lebensjahre unserervor fünf Monaten ihm vorangegangenen Mutter in die selige Ewigkeit.

Diese Anzeige widmen, statt jeder besonderen Meldung, allen Verwandten,Freunden und Bekannten die tief betrübten Kinder:

Hedwig Rocdenbcck, geb. v, Eberstein.

11 r. RudolfNoedmbcck, Geh, Ober-Regierungsrath u. Kurator derUniversitätHalle.Marie von Cberstein,

Max Baron von Cberstein, Oberst und Kommandeur des 4. Thüringischen Infan-terie-Regiments Nr. 72.

Pantine Baronin von Cberstein, geb. Schulz,

Alfred Baron von Cberstein, Oberstlieutenant im 3. Garde-Regiment z. F,

Anna Baronin von Cberstein, geb. von Uebel.

Dttitie Baronin von Lüdinghausen gen. Wotss, geb. von Eber stein,

17 Enkel und 4 Urenkel.

Potsdam, Halle, Torgau, Berlin, 14, September 1882.