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Folge 4 (1883)
Entstehung
Seite
146
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ich ihm dazu die mindeste Veranlassung gegeben, von jeher auf das Äußerste ver-folget, sondern auch, wie die von dem Amte Artern ergangenen Kommissions-Akten bezeugen, mich auf mannigfaltige Art ins Unglück und Verderben zu stürzensich angelegen sein lassen. Nicht genug, daß er mich mit meiner leiblichenSchwester, der verehelichten Hauptmann von Preuß, durch schriftliche Verleum-dungen zu entzweien suchte, so gelang es ihm auch, einige weder Ehre nochSchande kennende Menschen zu verleiten, mich auf die unzulässigste Art zu beein-trächtigen und zu insultieren.

Diese zu Ausführung seines gegen mich unternommenen schändlichen Plansausersehenen Personen waren ein seine Profession verlassener Glaser, der sichMeyer nennt, und ein Gerichtsdiener Namens Freytag, welche beide in Hin-sicht der glaubwürdigen Zeugnisse suk u. U allerdings fähig waren, des be-regten Hauptmanns Otto Christoph von Eberstein verabscheuungswürdige Ab-sichten gegen mich in Erfüllung zu bringen.

Diese Art Menschen, und zwar der eine, namentlich Meyer, mußte in meinerAbwesenheit mir einen, weder Menschen noch Vieh schadhaften Hund mit Lebens-gefahr meiner Haushälterin totschießen, und der andere, als Freytag, mußte meinenEnken, Pomnitz genannt, mißhandeln, ihn aus meinem Bezirke, wo ihm keineGerichtsbarkeit zustund, holen und arretieren; dessen Eheweib hingegen unterstundsich, ganz ohne ihr gegebene Ursache mich rc. zu lästern und zu schimpfen. Fernerwurde meinen damalen habenden Jägern allenthalben aufgepaßt, sogar der einedavon auf öffentlicher Straße angefallen, gesteinigt und beschädigt. Und abge-sehen ich mich über dies Verfahren beschwerete, so bewirkte ein solches doch keineRuhe, vielmehr verstärkte bemeldter Hauptmann Otto Christoph von EbersteinMeyern nebst Freytagen in ihrem Betragen inmaßen er verbot, daß sich niemandzur Vernehmung bei der Kommission zu Artern stellen sollte, und veranlaßtedadurch, daß neue Mißhandlungen und Kränkungen gegen mich unternommenwurden, in Betracht Meyer mich mit geladenen Pistolen verfolgte, mich mit einerauf mich gehaltenen Flinte wohl zwei Stunden im Felde herum jagte, mich vonfreien Stücken attaquierte und aufforderte, mit ihm zu kämpfen, endlich einenmeiner Jäger auf öffentlicher Straße rücklings, heimlich, ohne Veranlassung miteinem Möhrenkarste dermaßen auf den Kopf schlug, daß er halbtot zur Erdesank und fast verzweifelte.

Diese Menschen versetzten mich in die traurigste Lage, und die mir alsMenschen anklebenden Schwachheiten und Gebrechen verleiteten mich, daß ich inder einfältigen Meinung, Ruhe zu bekommen, in Drohungen ausbrach, welchehauptsächlich darinnen bestunden, daß ich mich zu äußern gewagt, daß wennMeyer Pulver riechen könnte, er herauskommen möchte, ingleichen, daß ich ihmnachstellen lassen wollte, endlich daß ich, als Freytag einen meiner Jäger ge-schlagen, hinter dessen Ehefrau, obgleich nur seitwärts, geschossen, hierdurchaber mich als einen gefährlichen Menschen gezeiget dergestalt, daß ich darüberin Untersuchung gekommen und nun durch die eingeholte Sentenz zu einer vier-jährigen Zuchthausstrafe verurteilet worden bin.

Unglücklicher Zeitpunkt! bei welchem ich durch schändliche Gefährde einesmeiner nächsten Verwandten, des Hauptmanns Otto Christoph von Eberstein, indieses Elend verfallen mußte; und ob ich schon zu den auf meiner Seite began-genen Vergehungen gereizet worden, ich auch, wie Gott allein bewußt:c., nie-malen gesonnen gewesen, jemanden zu verletzen oder zu töten, so erkenne ich dochnun deutlich, daß leider meine Handlungen unerlaubt gewesen und daherstrafbar sind.

Aber ach, gnädigster Landesvater! soll ich die wenigen Tage, die ich ver-möge meines hohen Alters und damit verknüpften Schwäche etwan noch zu leben