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mit 4 Mann und 14 Pferden den kaiserl. Husaren bei Löbau in die Händegefallen, am 30. Juli 1773 in Gefangenschaft gerathen war und man ihnbeschuldigt hatte, diesen Schaden nur dadurch verursacht zu haben, daß er eineihm gegebene Orckrs überschritten hätte.
Am 1. Nov. 1760 gab die Schwester Karl Friedrichs von Eberstein, damals Lieute-nants bei des Herzogs von Kurland Dragoner-Regiment, eine Officicr - Montirung nebstSchabracke und anderem Zubehör in Budisin auf die Post zur Weiterbeförderung nachLützen. Diese Montirungsstücke gingen aber aus der Post zwischen Budisin undDresden verloren. Eberstein verlangte als Ersatz dafür 27 Dukaten und 5 Kaisergroschenund ersuchte am 20. Juli 1761 (als er sich im Postiernngs-Quartier Hartmannsdors beiFrauenstein befand) die Postbehörde, dieses Geld an seine damals noch unverheiratheteSchwester Christiane Amalie von Ebcrstein nach Götewitz zu senden. Dasgeschah aber nicht, und weil Ebcrstein sich längere Zeit auf seinem Gute in Thüringenaufgehalten, so hatte er keine Gelegenheit gehabt, mit dem Ober-Postmeister dieserwegenzu verhandeln. Trotzdem er darauf letztern mittels Schreibens ck. ck. Ober-Garnsdorf beiMitweida, den 0. Mai 1762 an dessen Versprechen, ihm das Geld für die verloren ge-gangenen Sachen bei erster Gelegenheit auszahlen zu lassen, erinnerte, so wurden ihm,dem Licut. unter des Herz. Karl Ob.svs.nxlsAörs-Reg., auf allergnädigsten Befehl v.3. März 1763 erst am 7. April es. ai. zu Budisin 60 Thlr. dafür eingehändigt.
Karl Friedrich's v. E. Schwester, Christiane Amalie v. Cberstcin zu Götewitz, schriebam 3. Juni 1761 an den Postmeister zu ... .
Wohledler rc. Herr Posthalter! Ich kann wohl sagen, daß es mich sehr wundert, daß.das Paket an meinen Bruder, so in Budisin auf die Post gegeben, noch che esDresden erlanget, verloren gangen ist. Was nun aber den Werth anlanget, so weißich ihn nicht gewiß zu bestimmen, aber die Stücke, so darinnen sind, bestehen in einerrothen hlsolrabbalrs, stark mit Gold bordiert, und einer dergleichen Weste, undeiner grünen Montnr mit rothen Aufschlä gen und mit G old gestickten Schleifen.Mein Bruder, welcher sich bei dem Regiment Herzog von Kurland Hoheiten be-findet, hat mir die Besorgung zwar aufgetragen, weil sein Dienst ihm jetzt nicht erlaubt,sich darnach zu erkundigen; weil aber jetzt die 4 sächsischen Regimenter, soviel mirwissend, in der Ober-Lausitz stehen, so dürfte wohl das Beste sein, daß das LeipzigerPostamt sich nach dem Werth bei ihm selbst schriftlich befragte, denn der Verlust ist soroß, daß es wohl einer genauen Untersuchung bedarf. Es ist weiter kein Ebersteinabei, als mein Bruder. Ich wollte es ihm gern selbst schreiben, wenn nur wüßte, woden Brief zuschicken sollte, daß er richtig fortkäme, übrigens bitte nur so gütig zu seinund ferner in dieser Sache etwas Sorge zu tragen. Ich verlasse mich auf Ihnen (Sie)und werde davon jederzeit mit Erkenntlichkeit sein Dero Dienerin Ä'Dbsrstsin.
Götewitz, 3. Juni 1761.
?. 8. Der Frau Liebste und Jungfer Töchtern bitte mein Compliment zu machen.
Am 14. Sept. 1772 erschienen an der Gerichtsstelle zu Zörbitz der Lieute-nant Karl Friedrich v. Eberstein und dessen Schwester Frln. ChristianaAmalia v. Eberstein auin. Lurat. eonst. Hauptmann Hans Gottlob v.Nellschütz, wo der Lieut. v. E. vorbrachte, daß, weil ihm seine Schwesterihren Anteil an der in Gehofischer und Ritteburger Flur gelegenen Länderei undWiesen heute abgetreten hätte, so wollte er derselben jährlich so lange er lebte40 Thlr. zu Martini jeden Jahres überschicken, und sollte die Bezahlung dieser40 Thlr. zu Martini 1773 ihren Anfang nehmen.*)
*) Durch Quittung <1. ä. Hubertusburg, den 2. Juli 1799 bescheinigt Christ. Am.vcrw. Preuß geb. Freiin v. Eberstein, daß sie von ihrem Bruder Baron Karl Fried-rich v. Eberstein abschläglich auf die ihr rückständigen Zinsen folgende Posten erhaltenhabe, als 40 Thlr. 12 Gr. den 4. April 1799 und 50 Thlr. den 16. Mai 1799. Ferner be-kennt die verw. Frau v. Preuß, daß sie von dem Domherrn und Orckinarins der Ju-risten-Fakultät zu Leipzig, Erb-, Lehn- und Gcrichtsherrn auf Stötteritz und Zörbitzv. Gottfried Bauer zu Leipzig 150 Thlr. für Rechnung ihres Bruders, des kursächs. Haupt-manns Karl Friedrich Baron v. Ebcrsteius, Erb-, Lehn- und Gcrichtsherrn auf Gchofen,in Abschlag der ihr von letzterm im Rückstände verbliebenen Tcrmingelder und Zinsenerhalten habe unter Rückhändigung der Assignation ihres Bruders ä. ä. GeHofen 1. Au-gust 1800.