' - 140 —
nicht zum Herrendienst untüchtig gemacht. Nach dem hergestellten Frieden i, I.1746 habe ich, bloß um meinem w. Vaterlande zum Militärdienste mich ge-schickter zu machen, holländische Dienste genommen und bin darinnen bis zumLapitain avancieret, bis ich auf allerhöchsten Befehl gedachte Dienste quittierenmüssen, allhier 1754 das Lapitain-Patent hernach bekommen und in ein Warte-geld von 9 Thlr, 4 Gr. gesetzet worden bin. Während des Kriegs habe ich michverschiedentlich gemeldet und ?c. angesuchet, zum sächs. Lorps cks I'Xrmss gehenzu dürfen, worauf mir aber die Antwort geworden, daß daselbst alles besetzetwäre, und ich dafür in kommissarischen Angelegenheiten der Ober-Lausitz ge-brauchet worden bin. Mein allergnädigster Herr! ich befinde mich wirklich nochin den besten Jahren, noch zu dienen, und Ew. K. H. flehe ich dahero w. an,HöchstDieselben geruhen, mich noch zu jung seienden Lsnsionairs-Lapitain in dieAktivität zu setzen und bei der Grinse zu placieren. E. K. H. w. w.
Christian Ludewig von Cberstcin, (lapitain ü la Luits,kss. Kann sich bei ereignender Vakanz einer Civilversorgung melden.
Abschied vor den Capitain von Eberstein. Nachdem bei Ihrer K.Hoheit :c. Xavsrio rc. der bei der kurfürstl. sächs. Xrinss seit ao. 1755 stehendeLapitain Christian Ludewig v. Ebcrstein um seine Dienstentlassung w. gebeten ?c.,als erteilen Jhro K. Hoheit in aufhabender Vormundschaft Ihrer kurfürstl.Durchl. des :c. Friedrich August Herzogs zu Sachsen :c. und Kurfürsten :c.ermeldtem (lapitain v. Eberstein den gebetenen Abschied :c., bezeugen auch :c.,daß derselbe sich während seiner Kriegsdienste bei allen Begebenheiten dergestalt be-tragen :c., wie es einem getreuen, ehrliebenden und tapferen Officier zukommt w.Geben zu Dresden, den 11. August ao. 1764.
Xuverius. Gr. Fleming. C. W. Just.
S. 1118, Xr. 10).
Franz Heinrich von Eberstein (geb. ig. März 1729 zu
GeHofen, 21. Febr. 1805), trat 1744 in kursächs. Militärdienste, nahm11. Aug. 1764 als Major den Abschied, ging 1780 nach Holland undwurde dort Oberst. Er verheirathete sich I) vor 1758 mit Marianne, des1758 f Juweliers Michael Schröder zu Erfurt und der Franziska Theresiageb. Holchim Tochter (lebte noch 1760); II) vor 1769 mit Sophia HenriettaFriederika geb. von Kospoth.
Kinder: a) 1r Ehe: (1) Otto Karl Franz, bayreuth. Kammerherr, k. pr.Lieut. a. D.
(2) Leopoldina Juliana Franziska Theresia, geb. 23. Mai 1760 zu Ge-Hofen.
— d) 2r Ehe: (3) eine tot geb. Tochter, 7. Juli 1767 zu GeHofen be-erdigt.
(4) ein tot geb. Sohn, 7. Juni 1768 zu GeHofen begraben.
(5) Chrisüana Sophia Ottilia, geb. 5. Juni 1769 zu GeHofen, s 16. März 1770ebendaselbst.
(6) Sophia Friederika Wilhelmina, geb. 25. Aug. 1770 zu GeHofen, lebteschon 1802 mit ihrer jüngsten Schwester zu Hälbau bei Sorau, wo siesich am 2. Mai 1810 mit dem evangel. Pastor Karl Friedrich Petzoldzu Reibnitz und Berthelsdorf bei Hirschberg verheirathete.