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wohin sie sich begeben hatten, um ihre Wechsel zu erheben, gewaltsam in'? Militär cingcstellt worden.
Der Ritterschaft ist eine extraordinaire Kontribution von 300 Thaler pro Ritterpferdauferlegt; die ordinäre beträgt die Hälfte des jährlichen Einkommens,*)
Unter dem Drucke dieser Ereignisse kam der Kammcrjunker von Bose auf Franklebenbei Wcißensels zum Obersten von Carlsburg, um mit diesem sich zum General GrafenSerbclloni nach Bamberg zu begeben und dessen Hülfe namens der bedrängten Provinzanzuflehen, was umsoweniger Schwierigkeiten zu unterliegen schien, als die Peiniger desLandes nur von Leipzig ausgehende Husarenkommandos und das Freibataillon Salomonwaren, von welchem nur etwa 300 Mann in Merseburg lagen.**)
Saalfcld, das dem Prinzen Stollberg und dem Fcldmarschall-Lieutenant Luczinskhjetzt zu sehr bedroht erschien, mußte gegerÜMitte Februar von dem Sammeldepot, welches440 Mann zählte, geräumt und dieses nach Neustadt a. d Orla verlegt werden. Auf demkurzen Marsche verlor das Dctachemcnt 16 Mann durch Desertion; es war unter den Leutenruchbar geworden, daß nächstens wieder eine Sendung zur Armee abgehen solle.
Anfangs März hatte Edelstein dem Fcldmarschall-Lieutenant Luczinskh in Schleizden vom Obersten Carlsburg entworfenen Plan zu einem offensiven Unternehmen vorge-legt, zu dem 200 Kroaten und 2 Kanonen erbeten wurden. Luczinskh erklärte sich nachPrüfung des Vorschlages hierzu erbötig, und der Prinz Stollbcrg, sonst keineswegs einFreund kühner Wagnisse, erteilte als der dem Dienstrange nach ältere General seine Zu-stimmung. Wahrscheinlich wurde letzterer von Bamberg aus beeinflußt, wo dem Fcldmar-schall Serbclloni, auf Grund der vor kurzem mit Carlsburg und Bose gepflogenen münd-lichen Unterhandlungen, die „reelle Dankbarkeit" der Stifter und des thüringischen Kreisesfür Gewährung eines besseren Schutzes in Aussicht gestellt worden war. Major Ebersteinbemerkt hierzu: „Wahrscheinlich hat das Wort rösUsrusut diesen Entschluß des HerrnGenerals zuwege gebracht, und es ist betrübt genug, daß die im Lande so nöthige Hülfebloß von dem Interesse derer Generals dependiert."
Die von Carlsburg disponierte Unternehmung war mit größter Verschwiegenheit vor-bereitet worden und richtete sich gegen das von den Preußen unter dem Generalmajorvon Bandcmer mit 2 Eskadrons des Leibkarabinier-Rcgiments und einiger Infanterie be-setzte Zeitz. Der Ort sollte unter dem Schutze der Nacht umstellt und die Stadtmaueran dem Garten des in Zeitz lebenden sächsischen Generals von Rex, in dessen Hause derGeneral von Bandemer sein Quartier hatte, mit Leitern erstiegen werden. Der LieutenantFleck hatte cS übernommen, von einem mit der Örtlichkeit genau bekannten Untcrofficiergeführt, den General in seinem Bett zu überfallen und mit der Pistole in der Hand zuzwingen, sich mit dem Regimentc ohne Widerstand zu ergeben. Leider war bei der sonsttrefflich geplanten Unternehmung zu sicher auf das gleichzeitige Eintreffen von Abteilungengerechnet worden, welche ihren koncentrischen Anmarsch aus verschiedenen Richtungen beiNacht und unter ungünstigen Witterungsverhältnissen zu bewerkstelligen hatten.
Der 17. März war zur Ausführung der Expedition festgesetzt worden. Die beimSammlungswerke in Neustadt a. d. O. vereinigten Sachsen, verstärkt durch 200 Kroatenund 2 leichte Kanonen, brachen am 16. früh 3 Uhr von da auf und marschierten auf durchRegengüsse aufgeweichten Wegen nach Crossen zwischen Gera und Zeitz. Von hier ergingvon Carlsburg an den in die Nähe herangezogenen Oberstlieutcnant von Gräven, Komman-deur des Baronah'schen Husarenrcgiments, die Ordre, den 17. früh 4 Uhr bei Zeitz einzu-treffen und die 3 nach Norden und Osten gerichteten Stadtthore zu besetzen, während Otto,welcher mit seinem Jägerkorps von Saalfeld nach Eisenberg vorgerückt war, hier den Be-fehl erhielt, zu derselben Zeit an der Aubrücke und dem hohen Stege bei Zeitz zu stehen.Von Crossen brach Oberst Carlsburg Nachts 11 Uhr in der Erwartung auf, den nur
3 Stunden langen Weg bis zu seiner Stellung vor Zeitz, einschließlich eines Haltes, in
4 zurücklegen und so noch eine Stunde vor der zum Beginn des Angriffs festgesetzten Stundeeintreffen zu können. Aber die Ermüdung der Leute, und besonders der schwierige Trans-port der Geschütze auf den kothigen Wegen verzögerte diesen Marsch so, oaß das Detache-ment erst um 5 Uhr vor der Stadt anlangte, und der Angriff fast um 2 Stunden verspätet
*) In einem Aktenstück ves Königl. Hanptstaatsarchivs zu Dresden: „Ik-eois ckes (Ariels äs 1a Laxe von-ti's I'armcks imxeraie heißt es: „I^es i ?rnssiens avaient exi^ck Husgu'au mois cke mars ckans 1a Dimrinxe 877000ckous en ar^ent oomxtant xenr ies oentrikutiens arrickrckes cle 1759 et xonr osiies cke 1760. Iis avaient exi^sxius cke 412000 koisssaux ck'avoine, 170000 cke Leibis et 1151000 bottes cke xaiiie."
55) Dies Wird in dem ?rckxis ckes (Ariels mil folgenden Worten bestätigt: l'Imrinxe 200 Kemmes ckeoavalerie et environ 200 iieussarcks rava^eaient tonte oette xrevinoe. Iis n'etaient seutenns gue par 300