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Folge 4 (1883)
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106
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haben Jhro hochgräfl. llxo., der Herr Ober-Statthalter, mich eingeschlossenes Jnter-cessionalschreiben erteilet, der Hoffnung, es werde solches so viel mehr Fruchtschaffen, wie ich dann schließlich bitte Zeigern dieses, als dem Vogt uff demHof Rostrup, mit wenig Zeilen eine Antwort werden zulassen, und da künftigmir etwas uotificiert werden müsse, solches uurt demselben zuzusenden, deme ichden Befehl geben, mir dasselbe bei der Post anhero zuzuschicken. Mit göttl, Em-pfehlung verbleibe :c.

Glückstadt, den S. Dez. 1661.

P. S. Ich habe auch schon vor einer geraumen Zeit dem Vogt des Hofesein Befehl zugeschicket, daß er, da eine oder der andere Kreditior sich beimGute angeben würde, mit zu Dinge vorbringen müge, daß ich keinem vorZahlung der darinnen haftenden mütterlichen Gelder etwas daraus geständig,sondern erbietig sei, demselben darauf zu antworten.

Dem Wohledelgebornen, Gestrengen und Besten Hrn. LorenzBelow zu Nebel, Landrichter über Norder-Jütland undBefehlingshabern über Gudun Kloster, meinen sonders gutenFreund Freund.

Schreiben des Feldmarschalls Ernst Albrecht von Eberstein an PeterNielß, Administrator des Gersdorf'schen Hofes zu Rostrup, 6. ä. Glück-stadt 2. Dec. 1661.

Lieber Peter Niets?! Fast vor ein Vierteljahr habe ich an Euch geschrieben,daß wann sich ein oder andere Kreditor von Hrn. Kaspar Rudolf Gersdorf da-selbst beim Hofe (zu Rostrup bei Aarhuus) angeben würde, Ihr uurt zu Dingedagegen einbringen sollet, wie ich keinem Kreditor etwas aus solchem Gute ge-ständig, bevor daß Hrn. Gersdorfen Kinder erster Ehe ihrer mütter-lichen Güter halber, als womit das Gut bezahlet, und sie also die ersteSchuldner sind, befriedigt, wär auch erbietig, dieselbe, da sie nicht zufrieden seinwollten, zu Ding zu antworten, wann ein tormmus dergestalt dazu angesetztwürde, daß ich meinen Bevollmächtigten dazu zeitig überschicken könnte, und dasonsten etwas vorgehen sollte, wollte ich davon feierlichst protestiert und der KinderBestes zum allerziemlichsten vorbehalten haben. Will auch solches nachmalenwiederholen und Euch befehlen, dasselbe wohl in acht zu nehmen, dann Jhrssonst schwer zu verantworten habet. Wornach Ihr Euch zu richten.

Glückstadt, 2. Dec 1661.

P. S. Weil ich aus dem Brief an den Hrn. Obristlieut. Blume er-sehen, daß Ihr mein voriges Schreiben nicht erhalten, so habe ich dasselbe nach-malen wiederholen wollen und könnet Ihr solches uurt zu Ding einlegen. Ichhabe sonst kein ander Erdbuch als was die Bauern geben, so Ihr dann schonhabet und ich also nicht überschicken darf. Wann es etwas vom Hofefeld ge-fordert wird, könnet Ihr angeben, was man darauf säen kann, darnach sie dasHartkorn rechnen können. Ich habe bei der Post vom heutigen ckato auch anEuch geschrieben und zugleich an die beede Hrn. Landrichter daselbst an zweiSchreiben überschicket, welche Ihr werdet erhalten und meinem Schreiben nachihnen selbst überantworten, auch Antwort darauf erfodert und erhalten haben,welche ich gewärtig und Ihr mir bei der Post fodersamst zuschicken wollt. Anselbige Landrichters habe ich auch dieserwegen geschrieben, und wenn Euch sonstenvon ihnen etwas zugeschicket wird, so sollet Jhr's mir allezeit schicken, und dasSchreiben nurt dem Postmeister David zu Aarhusen zustellen, auch allda fleißigfragen lassen, ob da Briefe an mich sein, damit unsere Briefe gewiß gehn.Schicket mir Rechnung ein, was Ihr vom Gute gehoben und wieder aus-gegeben.